Aachen - Lob zum 40. Geburtstag: „Die Wirtschaft braucht die FH Aachen”

Lob zum 40. Geburtstag: „Die Wirtschaft braucht die FH Aachen”

Von: Axel Borrenkott
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„Wir müssen uns in Zukunft n
„Wir müssen uns in Zukunft noch breiter aufstellen”: Rektor Marcus Baumann blickte zurück - und weit nach vorn bei der Jubiläumsfeier in der FH-Aula. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Vor das Feiern haben die Götter die Reden gesetzt. Studieren brauchte oder konnte man am Donnerstag nicht an der FH Aachen. Stattdessen genossen Studenten, Lehrende und Gäste bis hin zur abendlichen Rockfete das Jubiläumsfest der Fachhochschule. 40 Jahre! Dazu hatten natürlich zunächst so einige einiges zu sagen.

„Life is a Cabaret”, schmetterten zum Auftakt des rund vierstündigen offiziellen Teils Bigband und Chor der FH in die selten so volle Aula an der Aachener Bayernallee.

Rektor Marcus Baumann nahm den Ball vom weinseligen FH-Kabarett zwar nicht so ganz auf, sorgte aber für einen frühen Lacher. Als nämlich nach der Nennung der ersten Namen der zahlreich zu Begrüßenden jedesmal geklatscht wurde, gestand Baumann, dass er das schon rein zeitlich nicht eingeplant hatte - und ließ das Auditorium kurzerhand in einen Sammelapplaus nach der blockweisen Auflistung diverser Staatssekretäre, Bürgermeister und Honoratioren einwilligen.

In seiner eigentlichen Festrede ließ Baumann später bilderreich Revue passieren, was die FH Aachen aus ihren schon recht renommierten Vorgängereinrichtungen sehr bald und, alles in allem, mit stetig wachsendem Erfolg gemacht hat - und wer namentlich dazu beigetragen hat. Baumann nutzte die Gelegenheit, die frühere Prorektorin Gisela Engeln-Müllges hervorzuheben, die über Jahrzehnte allseits anerkannt Enormes für die FH geleistet hat, aber, da nie Rektorin, nicht Teil des Programms war.

Nach vorne schauend, möchte Baumann die FH „noch breiter aufgestellt” sehen. Eben weil die - von allen Rednern mehrfach unterstrichene - Forschungsstärke der FH Aachen so beachtlich sei, müsste sie auch die finanzielle Ausstattung bekommen, gute Forscher zu bezahlen. „Überfällig” sei die Möglichkeit, Lehrer auszubilden. Und man brauche mehr Kapazitäten, um mehr Masterstudiengänge anzubieten.

Die politischen Grußredner hatten es sich zuvor nicht nehmen lassen, einen ergiebigen Teil ihrer Redezeit auf die Segnungen ihrer jeweiligen Ministerien für die deutschen Fachhochschulen im Allgemeinen und die FH Aachen im Besonderen zu verwenden.

Im Übrigen reihte sich Lob an Lob: „Bandbreite und Exzellenz” (Thomas Rachel, Staatssekretär Bundesbildungsministerium); „Ihr Schiff liegt auf gutem Kurs und fest im Wind.” (Staatssekretär Helmut Dockter, NRW-Forschungsministerium); „Die Wirtschaft wartet händerringend auf so gut ausgebildete Ingenieure.” (Harry Voigtsberger, NRW-Wirtschaftsminister).

Voigtsberger steuerte als Student der ersten Stunde aber auch einige prägende Erinnerungen bei: „Damals habe ich Politik gelernt. Wie wir mit den Professoren zusammen für die Fachhochschule gekämpft haben, das war atemberaubend. ”

Mit diesen Professoren waren Helmut Strehl und Hildegard Reitz gemeint. Sie und die übrigen ehemaligen Rektoren René Flosdorff, Hermann Josef Buchkremer und Manfred Schulte-Zurhausen, sowie der langjährige Kanzler Peter Reusch, Honorarprofessor Jesco von Puttkamer und ein damaliger AStA-Vorsitzender, Klaus Spille, konnten dann zum Schluss des offiziellen Teils noch in leider viel zu wenigen Sätzen ihre schönsten Erinnerungen in das Mikrofon der Moderatorin Beate Kowollik vom WDR sagen. Und dann wurde ordentlich gefeiert und ganz viel geplaudert.
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