Lob und Dank beim hochkarätig besetzten Pontifikalamt im Dom

Von: Claudia Schweda
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Vor dem Marienschrein im Aachener Dom (von links): Erzbischof Robert Zollitsch, Kölns Kardinal Rainer Maria Woelki, Bischof Heinrich Mussinghoff, Nuntius Nikola Eterovic und Bischof Norbert Trelle.

Aachen. Welche Spuren Aachens Bischof Heinrich Mussinghoff in seinen Ämtern in der katholischen Kirche hinterlassen hat, wurde am Donnerstag im Pontifikalamt zu seinem 75. Geburtstag deutlich. Und auch, welche Schwerpunkte er dabei gesetzt hat.

„Es war eine gute Zeit“, sagte Mussinghoff zu Beginn des Gottesdienstes im Dom. Beim Auszug zollten die Besucher ihm dafür Applaus. Sein Abschied aus dem Amt ist vorgezeichnet: Mit 75 hat Mussinghoff die Pensionsgrenze erreicht. Seinen Amtsverzicht hat er dem Papst bereits angeboten.

Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle, der auch stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, zeichnete am Donnerstag in seiner Predigt das Wirken Mussinghoffs nach. Eines seiner großen Themen sei der Dialog und die Freundschaft mit dem jüdischen Volk.

„Wenn immer durch öffentliche Debatten das Verhältnis der Kirche oder der Gesellschaft zum Judentum gefährdet wurde, hast Du mutig eingegriffen“, sagte Trelle über den Aachener Bischof und verwies als Beispiel auf die Debatte um die rituelle Beschneidung. In seinen 20 Jahren als Bischof hätten die Gläubigen ihn und seinen Dienst für die Ökumene erlebt. Trelle nannte Mussinghoff einen „guten Freund, Wegbegleiter und Ratgeber“.

Die ausgleichende Art des Aachner Bischofs sei in seiner zwölfjährigen Zeit als stellvertretender Bischofskonferenz-Vorsitzender „in manchmal turbulenten Momenten unserer Konferenzberatungen“ spürbar gewesen. Umsichtig und engagiert habe er die Wissenschaftskommission der Bischöfe geleitet. Der Rat des Kirchenjuristen Mussinghoff sei oft gefragt gewesen. Und die für die Mitbrüder oft trockene Materie, die er „heiter und nachvollziehbar“ formulieren könne, sei für den Aachener Bischof „wie ein Elixier“. Für die Zukunft wünschte Trelle ihm erfüllte Jahre, „die die schönen Freundschaften und beglückende menschliche Verbundenheit erleben lassen“.

Erzbischof Nikola Eterovic, Apostolischer Nuntius in Berlin, überbrachte im Pontifikalamt „die herzlichsten Glück- und Segenswünsche“ von Papst Franziskus und würdigte insbesondere Mussinghoffs „wertvolle Unterstützung als ausgewiesener Kanonist beim Abschluss der verschiedenen Verträge des Heiligen Stuhls mit den neuen Bundesländern“.

Anwesend waren unter anderem auch der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki, der frühere Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch und viele weitere. Generalvikar Andreas Frick hatte beim Festakt im Krönungssaal jedenfalls alle Hände voll zu tun, die Schar der Ehrengäste vorzustellen, darunter nicht zuletzt die zahlreichen angereisten Familienangehörigen des Geburtstagskindes.

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