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Lkw-Schütze hat die Taten eingeräumt

Von: cs
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Aachen/Würzburg. Der Lkw-Schütze aus Kall, der aus Frust im Straßenverkehr seit 2008 fast 800 Mal während der Fahrt andere Fahrzeuge beschossen und zudem 200 Nagelplatten ausgelegt hatte, hat bei Vernehmungen die Taten aus beiden Bereichen pauschal eingeräumt. Das sagte der Würzburger Staatsanwalt Dietrich Geuder auf Anfrage unserer Zeitung. Das Ermittlungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen, ergänzte er.

Wann die Anklageschrift vorliege, sei noch nicht absehbar. Der 57-jährige Lkw-Fahrer, der zwölf Jahre für eine Spedition aus Monschau gefahren war, habe zu dem Motiv für seine Taten keine weiteren Angaben gemacht. In ersten Einlassungen hatte er „Ärger und Frust im Straßenverkehr“ als Tatmotiv angegeben. Der Chef des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, hatte bei seiner Festnahme im Juni von einem „gefährlichen Serientäter“ gesprochen, der Fall sei „bislang einzigartig in der Kriminalgeschichte“.

Geuder sagte, der 57-Jährige werde sich unter anderem wegen versuchten Totschlags verantworten müssen. Der Mann sei „ein frustrierter Einzelgänger mit einem Hass auf andere Menschen und einer Affinität zu Waffen“. 2009 war bei den Schüssen eine Autofahrerin auf der A 3 bei Würzburg am Hals getroffen und schwer verletzt worden.

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