Radarfallen Bltzen Freisteller

Leiche am Feldweg: Ermittler suchen nach Zeugen

Von: Marlon Gego
Letzte Aktualisierung:
2016-03-12Pol0014.JPG

Geilenkirchen/Aachen. An einem Feldweg im Westen Geilenkirchens ist am Samstagmorgen die Leiche eines 20 Jahre alten Mannes gefunden worden. Ein Spaziergänger fand den leblosen Körper gegen 6 Uhr und verständigte sofort die Polizei. Bis Sonntagnachmittag war noch nicht geklärt, ob der 20-jährige Geilenkirchener Opfer eines Gewaltverbrechens wurde oder sich selbst getötet hat, möglicherweise auch unabsichtlich.

Der Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft, Jost Schützeberg, erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, dass der 20-Jährige zwischen 2 und 4 Uhr in der Nacht auf Samstag gestorben sei. Das ergab eine erste Obduktion der Kölner Rechtsmedizin, die bereits am Samstagnachmittag abgeschlossen war. Die Ärzte hatten keine Gewalteinwirkungen am Körper des Mannes festgestellt, er wurde offenbar weder erschlagen, noch erschossen oder erstochen.

Nach Informationen unserer Zeitung soll der Leichnam des Mannes mit einer über den Kopf gezogenen Plastiktüte gefunden worden sein, was Staatsanwalt Schützeberg auch am Sonntag nicht bestätigen wollte. Dass der 20-Jährige erstickt ist, kann nach der ersten Obduktion allerdings nicht ausgeschlossen werden, dazu seien weitere Untersuchungen notwendig, sagte Schützeberg. Ob der Tod des Mannes einen sexuellen Bezug haben könnte, wollte Schützeberg am Samstag nicht beantworten.

So gut wie ausgeschlossen ist, dass der 20-jährige Geilenkirchener eines natürlichen Todes starb. Herzversagen, ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall hätten bereits bei der Obduktion am Samstag diagnostiziert werden können, sagte Schützeberg weiter, doch gäbe es keine entsprechenden Befunde. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen spreche daher „mehr für eine Selbsttötung als für ein Gewaltverbrechen“, da bis Sonntagnachmittag keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vorliegen würden.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Identität des Mannes bereits festgestellt. Er sei polizeilich nicht in Erscheinung getreten, sagte Schützeberg. Offenbar war er am Freitagabend in einer Diskothek gewesen, die nur einen Kilometer von der Stelle entfernt liegt, an der die Leiche gefunden worden war. Als er starb, muss er sich auf dem Heimweg befunden haben, glauben die Ermittler, der Fundort der Leiche sei nach bisherigen Erkenntnissen auch der Ort, an dem der Mann starb.

Die Mordkommission wird nun im privaten Umfeld des 20-Jährigen ermitteln, um dort nach Anhaltspunkten für das zu suchen, was in der Nacht auf Samstag passiert ist. Außerdem wird nach Zeugen gesucht, die in der Nacht auf Samstag in der Diskothek gewesen sind.

Leserkommentare

Leserkommentare (4)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.