Eschweiler - Legionellen: Kühlturm in Weisweiler noch außer Betrieb

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Legionellen: Kühlturm in Weisweiler noch außer Betrieb

Von: cs/pan
Letzte Aktualisierung:
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Trotz der Zustimmung der Bezirksregierung ist Block F im Kraftwerk Weisweiler noch nicht wieder angefahren worden. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Trotz der Zustimmung der Bezirksregierung ist Block F im Kraftwerk Weisweiler noch nicht wieder angefahren worden. Das teilte das Landesumweltministerium am Mittwoch auf Anfrage mit. Das von RWE vorgelegte Konzept zur Legionellenbekämpfung werde noch geprüft. Der Kühlturm des Blocks war zuletzt massiv mit Legionellen belastet.

Nach Angaben von RWE vom Freitag sollte der Block eigentlich Anfang dieser Woche wieder hochgefahren werden. Die Bezirksregierung Köln als Aufsichtsbehörde hatte ebenfalls am Freitag dem von RWE vorgelegten Konzept zur Legionellenbekämpfung zugestimmt. Im übergeordneten Landesumweltministerium ist man Anfang dieser Woche jedoch offenbar zu einer anderen Einschätzung der Lage gekommen. Anberaumt wurden nun Gespräche mit Vertretern der Bezirksregierung und von RWE, in denen das weitere Vorgehen auf Grundlage des vorgelegten Konzeptes besprochen werden soll. Diese Gespräche sollen noch diese Woche stattfinden, hieß es am Mittwoch. „Wir üben unsere Fachaufsicht für sämtliche Emissionsschutzfragen und die Gefahrenabwehr aus“, sagte Ministeriumssprecher Frank Seidlitz.

Das RWE-Konzept sieht bislang vor, kurz nach dem Wiederanfahren mit der Desinfektion durch Biozide zu beginnen. Diese Behandlung soll in kurzen Abständen wiederholt werden, um ein erneutes Aufkeimen vieler Legionellen zu verhindern, wie es nach einer ersten Biozidbehandlung Ende Oktober geschehen war. Die Dosierung des Biozids werde über eine ständige Untersuchung der Höhe der Legionellenbelastung flexibel gesteuert.

Die Umweltschutzorganisation BUND kritisierte am Mittwoch die von der Bezirksregierung erfolgte „unverantwortliche“ Genehmigung der schnellen Inbetriebnahme von Block F. Regierungspräsidentin Gisela Walsken lasse damit zu, „dass RWE einen Großversuch mit unbekannten Folgen durchführt“. Der BUND forderte Walsken auf, den von Legionellen betroffenen Block bis zur dauerhaften Beseitigung des Problems stillzulegen und ihm nötigenfalls die Betriebsgenehmigung zu entziehen.

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