Legionellen: Heiße Spur ins Forschungszentrum Jülich

Von: Volker Uerlings
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Legionellen Bakterien Symbol Symbolfoto
Unter sehr hoher Vergrößerung: ein Legionellenbakterium. Foto: dpa

Jülich. Bei der Suche nach der Quelle für die massenhaften Legionellenerkrankungen in Jülich: Im Wasser eines Rückkühlwerkes des Forschungszentrums wurde eine deutlich erhöhte Zahl von Legionellen festgestellt. Das hat gerade der Kreis Düren mitgeteilt, der selbst von einer „heißen Spur“ spricht.

Bislang sind im Raum Jülich bekanntlich 24 Fälle von Legionellenbedingter Lungenentzündung festgestellt worden. Ob das Rückkühlwerk tatsächlich der Auslöser der Erkrankungen ist, müssten weitere Untersuchungen zeigen.

In Absprache mit dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Karsten Beneke wurde das Kühlwerk am Freitagmittag sofort heruntergefahren. Es kann erst nach erfolgreicher Desinfektion wieder in Betrieb genommen werden.

Die Wasserproben sind laut Kreis Düren aus den drei Rückkühlwerken des Forschungszentrums vom 19. bis 22. September vom Landesumweltamt (LANUV) entnommen und im Labor von Prof. Martin Exner in Bonn untersucht worden. In den beiden anderen Rückkühlwerken seien keine Legionellen nachgewiesen worden.

Dennoch würden sie weitmöglich gedrosselt und die bestehende Desinfektion maximiert. Eine Wasserverbindung zu dem abgeschalteten Rückkühlwerk bestehe nicht.

Dr. Norbert Schnitzler, Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises Düren, sagte: „Ich bin überrascht, dass wir hier fündig geworden sind, denn die Anlagen sind sehr gepflegt.“ Bei der Einleitung der weiteren Maßnahmen habe sich das Forschungszentrum äußerst kooperativ gezeigt, betont er. 

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