Köln - Lebenslange Haftstrafe wegen tödlicher Messerattacke auf Ehefrau

Lebenslange Haftstrafe wegen tödlicher Messerattacke auf Ehefrau

Von: ddp-nrw
Letzte Aktualisierung:

Köln. Ein 36 Jahre alter Mann ist am Donnerstag vom Kölner Landgericht wegen Mordes an seiner Ehefrau zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

Nach Überzeugung der 11. Großen Strafkammer hat der Angeklagte seinem Opfer das Lebensrecht abgesprochen, weil es ihn mit den Kindern verlassen habe.

Die Tat hatte sich am 13. Oktober 2009 vor mehreren Zeugen im Innenhof einer Kölner Wohnanlage ereignet. Dort war es zwischen dem Angeklagten und seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. Dabei zog der Mann ein Messer und tötete die 29-Jährige mit mehreren Stichen in Kopf, Hals und Oberkörper. Anschließend floh der Mann zunächst zu Fuß. Er wurde später am Flughafen Brüssel gefasst, nachdem gegen ihn ein europäischer Haftbefehl erlassen worden war.

In der Hauptverhandlung war bekannt geworden, dass der Mann in seinem Heimatland Jordanien wegen einer psychischen Störung zeitweise vom Militärdienst verschont gewesen war. Laut Aussagen aus dem Umfeld des Opfers hatte sich der Angeklagte damit gebrüstet, diese psychischen Störungen lediglich simuliert zu haben.

Während des Prozesses sorgte der Mann für Aufsehen, weil er sich in seiner Zelle im Gerichtsgebäude mit Exkrementen beschmierte. Nach Überzeugung der Richter war der Angeklagte zum Tatzeitpunkt trotz einer sporadischen Psychose voll schuldfähig.
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