Landschaft von NRW verändert sich: weniger Äcker, mehr Wald

Von: dpa
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Mehr Bäume, weniger Acker: Die landwirtschaftlich genutzte Fläche schrumpfte in den vergangenen zehn Jahren um 584 Quadratkilometer und damit mehr als 3 Prozent. Foto: dpa

Münster/Düsseldorf. Die Bauern können in Nordrhein-Westfalen immer weniger Boden beackern. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche schrumpfte in den vergangenen zehn Jahren um 584 Quadratkilometer und damit mehr als 3 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte.

Das entspricht fast der Fläche von Köln und Düsseldorf zusammengenommen.

Der Boden für Agrarnutzung nimmt mit 16 700 Quadratkilometern nunmehr 49 Prozent der Landesfläche ein. Dagegen nahm die Waldfläche seit 2002 um 3,5 Prozent zu und bedeckt inzwischen ein Viertel von NRW. Bauernverbände beklagen seit Jahren einen Flächenfraß. Nach ihren Schätzungen gehen in jeder Sekunde durch Bebauung oder Ausgleichspflanzungen in NRW zwei Quadratmeter Agrarboden verloren.

Auf 13 Prozent der Landesfläche stehen Gebäude, Gärten oder Parkplätze. 7 Prozent sind mit Straßen versiegelt, 2 Prozent entfallen jeweils auf Wasserflächen und Erholungsgebiete. Betriebsflächen machen 1 Prozent von Nordrhein-Westfalen aus.

Den höchsten Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Gesamtfläche hat die Gemeinde Titz im Kreis Düren mit fast 85 Prozent. Bei der Waldfläche liegt die Gemeinde Kirchhundem im Kreis Olpe mit einem Anteil von 75 Prozent an der Spitze. Bei der Wasserfläche ist die Stadt Rees mit 12,4 Prozent auf Platz eins.

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