Staukarte

Landeskriminaldirektor: Bisher keine Hinweise auf gesteuerte Taten

Von: dpa
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Köln
Die Polizei hat nach Angaben des NRW-Landeskriminaldirektors bisher keine Erkenntnisse, dass die Übergriffe in Köln an Silvester im Vorfeld geplant und abgesprochen waren. Foto: Maja Hitij/dpa

Köln/Düsseldorf. Die Polizei hat nach Angaben des NRW-Landeskriminaldirektors bisher keine Erkenntnisse, dass die Übergriffe in Köln an Silvester im Vorfeld geplant und abgesprochen waren.

„Ermittlungsergebnisse dazu, dass das Auftreten der Gesamtgruppe oder von Teilgruppen anlässlich der Silvesterfeierlichkeiten in Köln organisiert beziehungsweise gesteuert war, liegen bisher nicht vor”, steht in dem Bericht des  ranghöchsten Kriminalbeamten des Landes, Dieter Schürmann, für eine Sondersitzung im Düsseldorfer Landtag am Montag.

Schürmann sagte im Innenausschuss: „Dass es bundesweit (...) zu vergleichbaren Straftaten gekommen ist, lässt eher darauf schließen, dass die Delikte nicht zeitlich oder hierarchisch organisatorisch vorgeplant wurden.” Es gebe keine Anhaltspunkte für „überörtliche Zusammenhänge der Gewalttaten”.

In Köln hatten sich in der Silvesternacht nach Polizeiangaben kleinere Gruppen aus einer Menge von rund 1000 Männern gelöst, die vor allem Frauen umzingelt, begrapscht und bestohlen haben sollen. Zahlreiche Opfer und Zeugen sprachen von Tätern nordafrikanischer oder arabischer Herkunft. Etwa in Hamburg war es an Silvester in deutlich geringerem Umfang zu Angriffen gekommen.