Land vergibt 15 Millionen Euro in unechtem Wettbewerb

Von: ddp-nrw
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Aachen/Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat angeblich 15 Millionen Euro an Fördermitteln in einem Wettbewerb vergeben, der keiner war.

Das berichten die Zeitungen der WAZ-Gruppe (Montagausgaben) vorab. Demnach soll die Landesregierung eine falsche Erklärung herausgegeben haben, um zu verschleiern, dass die Region Aachen bei „InnoMeT.NRW” der einzige Bewerber um die Millionenspritze zur Entwicklung neuer Medizintechnik war.

„Die Wissenschaftler aus der Region Aachen hatten sich gegen acht andere Projektverbünde aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen durchgesetzt”, hieß es in der Erklärung. Ein Sprecher des Forschungsministeriums räumte den WAZ-Titeln gegenüber einen „redaktionellen Fehler” ein. Er bestätigte: „Bewerbungen aus anderen Regionen gingen gar nicht ein.” Der Vorgang nährt der Zeitung zufolge den Verdacht, Aachen könnte von vorneherein die Wunschregion für die Vergabe der Millionen gewesen sein.

Forscher aus anderen Regionen beklagten gegenüber der WAZ, für die sehr anspruchsvollen Bedingungen zur Teilnahme an „InnoMeT.NRW” sei die Bewerbungsfrist viel zu kurz gewesen. „Gerade wenn es um öffentliche Gelder geht, müssen Wettbewerbe fair sein”, sagte der SPD-Wirtschaftsexperte Thomas Eiskirch. Sieger dürften nicht von vorneherein feststehen.

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