Lammert in Aachen: Die „Neue Deutsche Frage“

Von: red
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Spricht kommenden Freitag an der RWTH Aachen: Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Foto: dpa

Aachen. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) spricht am kommenden Freitag an der RWTH Aachen über „Die Neue Deutsche Frage – Welche Verantwortung hat Deutschland in Europa und in der Welt?“. Das teilte die RWTH am Freitag mit.

Norbert Lammert wird seine Vorlesung im Rahmen des Projekts Leonardo halten, wie es weiter hieß. Ausgangspunkt von Lammerts Vorlesung ist Deutschlands Rolle in Europa, die seit jeher eine besondere ist: Anfangs als Partner, der in die europäische Staatengemeinschaft wieder aufgenommen und gleichzeitig durch sie kontrolliert wurde, später dann als vermeintlicher Zahlmeister des EU-Budgets. Seit einigen Jahren wird Deutschland als politisch und ökonomisch führende Macht in der EU wahrgenommen, die an der Spitze eines exekutivlastigen Kerneuropas steht.

Daraus ergibt sich für den britischen Historiker Timothy Garton Ash von der Universität Oxford als „Neue Deutsche Frage“, wie die wirtschaftliche Vorreiterrolle Deutschlands mit einer politischen Führungsposition verbunden werden kann und muss. Ist Deutschland mittlerweile zu mächtig, um das Weltgeschehen lediglich zu kommentieren, wie Außenminister Frank Walter Steinmeier (SPD) formulierte?

Die britische Tageszeitung „The Times“ kürte Bundeskanzlerin Angela Merkel zur „Person des Jahres 2014“. Wörtlich hieß es in der Begründung: Angela Merkel „hat dem Westen geholfen, sich auf seine wichtigsten Werte zu konzentrieren“.

Wie dies angesichts der aktuellen Lage mit ihren prekären Fragen und Problemen gelingen kann und welche Rolle der deutsche Bundestag dabei einnehmen sollte und vielleicht auch muss, darüber wird Bundestagspräsident Norbert Lammert bei seinem Besuch der RWTH sprechen. Sein Vortrag richtet sich nicht allein an Studenten, sondern an die gesamte interessierte Öffentlichkeit, wie die RWTH mitteilte. Zu dieser Veranstaltung laden RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg und das Projekt Leonardo ein.

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