„Lambertz Monday Night”: Warum Meine, Maske und Mir anbeißen

Von: Robert Esser
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Süße Versuchung aus Monschau
Süße Versuchung aus Monschau-Imgenbroich: Model Rebecca Mir präsentiert bei der Party des Aachener Printenbäckers Lambertz auf der Internationalen Süßwarenmesse in Köln die Kombination von Schokolade und Modekreationen.

Köln. Wer massenhaft Naschwerk zu Haute Couture in Kleidergröße 32 trägt, sieht natürlich zum Anbeißen aus. Klar. Aber die verführerische „Schoko & Fashion-Show” bei der „Lambertz Monday Night 2012” ist sicher nicht der entscheidende Grund dafür, warum die Party im Kölner Szenetreff „Wartesaal” seit Jahren fast mehr Prominenz anlockt als der Deutsche Fernsehpreis - ein Phänomen.

Wenn der Alleininhaber des Aachener Süßwarenunternehmens Lambertz, Hermann Bühlbecker, ruft, dann strömt der Jetset in Scharen über den roten Teppich im Schatten des Doms. Schatten? Eine Hundertschaft Fotoreporter löst nämlich beim Empfang der 950 handverlesenen Gäste ein gleißendes Blitzlichtgewitter aus, das stundenlang andauert. Dazu strahlt das Licht dutzender Fernsehkameras. Genauso wie Bühlbecker und die Stars und Sternchen.

Ein Auszug: Weltstar Shirley Bassey, die „Goldfinger” für James Bond sang, ist da. Scorpions-Sänger Klaus Meine sitzt neben dem ehemaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Davor tafelt Lothar Matthäus mit einem Unterwäsche-Model, das glatt einen Kopf größer als der Ex-Fußballer ist. Direkt dahinter hockt die Schauspiel-Branche: darunter Helmut Berger, Nastassja Kinski und Ralf Möller.

Apropos Größe: Die Promis laufen so zahlreich auf, dass die VIP-Liste an die Journalisten nicht wie üblich auf einem schnöden Blatt Papier, sondern in einer 30-seitigen, gebundenen Farbbroschüre überreicht wird. Mit Fotos, damit man auch die weniger bekannten Gesichter von Soapstars und Wirtschaftsgrößen erkennt. Viele finden sich neben dem Lambertz-Chef in den kommenden Tagen und Wochen werbewirksam in den einschlägigen Boulevard-Sendungen und -Magazinen wieder. „Win-win-Situation” nennen das Marketingstrategen.

Zu getrüffelten Spaghetti und allerlei Leckereien fließen Kölsch und Schampus in Strömen. Und die Grande Dame der Boulevard-Magazine, Frauke Ludowig, kann sich vor Ort aussuchen, mit welchem Topmodel sie die nächste Homestory drehen lässt: Sara Nuru, Rebecca Mir, Jana-Ina Zarella - alle sind da. Oder solls doch lieber Roberto Blanco neben Michelle sein? Oder Henry Maske mit Helmut Zerlett? Das Reservoir scheint unerschöpflich.

Wirklich wichtige Menschen halten sich bei der Party diskret im Hintergrund: zum Beispiel US- Botschafter Philipp Murphy und sein Kollege von der Elfenbeinküste, Leon Houadja Adom Kacou. Der Nachname ist für die Schokoladenindustrie Programm. Kacou berief Bühlbecker 2011 zum Honorarkonsul. Das westafrikanische Land gilt als größter Kakaoproduzent und Exporteur der Welt.

40 Minuten dauert die Fashionshow, bei der zum Thema „Cotton Club” Models süße Leckereien des Printenbäckers auftragen. Zig Flach- bildschirme übertragen die Show in jede Ecke des „Wartesaals”. Dazu gibts Musik, viel Applaus - und bis zum frühen Morgen einen glücklichen Hermann Bühlbecker. Denn auch 2012 haben sie wieder angebissen. Massenhaft.
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