Lage trotz Streik ruhig: Etwa 180 Flüge in NRW gestrichen

Von: dapd-nrw
Letzte Aktualisierung:
Flughafen Streik
Trotz des ganztägigen Streiks der Flugbegleiter der Lufthansa ist die Lage auf den großen NRW-Flughäfen ruhig geblieben. Foto: dpa

Düsseldorf/Köln. Trotz des ganztägigen Streiks der Flugbegleiter der Lufthansa ist die Lage auf den großen NRW-Flughäfen ruhig geblieben. Insgesamt hatte die Fluggesellschaft in Düsseldorf und Köln/Bonn für Freitag 181 Flüge abgesagt.

Nach Angaben der Flughäfen ist es deshalb jedoch nicht zu langen Schlangen vor den Schaltern gekommen. In Düsseldorf annullierte die Fluglinie 143 von 180 Verbindungen, wie Flughafen-Sprecher Thomas Kötter mitteilte. In Köln/Bonn wurden den Angaben zufolge 38 An- und Abflüge annulliert. „Die Situation ist entspannt, es ist ein unaufgeregter Tag”, sagte Kötter. „Von Extremsituationen sind wir meilenweit entfernt.”

Die Besonderheit sei, dass es eigentlich noch ruhiger sei als an anderen Tagen. Aufgrund der frühzeitigen Streikankündigung hätten sich die Lufthansa und ihre Gäste bereits auf die besondere Situation einstellen können. Auch am Nachmittag blieb die Situation nach Angaben des Flughafens ruhig.

Auch Lufthansa-Sprecher Martin Riecken sagte am Düsseldorfer Flughafen: „Es ist deutlich ruhiger als sonst.” Die Nebenziele werden seinen Angaben nach mit Eurowings und Cityline angeflogen und sind deshalb nicht betroffen. 106 Verbindungen von und nach Düsseldorf sollten von der Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings bedient werden. Somit sollten am Freitag in Düsseldorf voraussichtlich 562 statt der ursprünglich erwarteten 705 Flüge abgewickelt werden.

Am Flughafen Köln/Bonn sollten wegen der Streiks den Angaben zufolge 38 von 46 geplanten Lufthansa-Verbindungen ausfallen. Sprecher Alexander Weise sagte, es sei sehr ruhig, weil die Lufthansa die Kunden frühzeitig über den Streik informiert habe. Viele Passagiere seien vermutlich auf die Bahn umgestiegen. „Bei uns ist das ein völlig normaler Tag”, fügte er hinzu. Insgesamt sollten am Freitag 255 Flüge durchgeführt werden.

Indes kündigten die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO und die Lufthansa an, dass sie noch am Freitag wieder Gespräche zur Beilegung ihres Tarifkonflikts aufnehmen wollten. Seit einer Woche haben die Stewardessen und Stewards der Lufthansa dreimal gestreikt, am Freitag ganztägig und bundesweit. Etwa 1.000 Verbindungen wurden abgesagt. Die Gewerkschaft will fünf Prozent mehr Geld und Garantien für Jobstrukturen. Lufthansa bot zuletzt 3,5 Prozent mehr Gehalt über drei Jahre.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert