Lage nach Bodenabsenkung bei Düsseldorfer U-Bahn-Bau stabil

Von: dapd
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„Rund 30 Kubikmeter Boden sind bei der Umgestaltung des benachbarten Jan-Wellen-Platzes in ein trichterförmiges Loch gefallen”, sagte ein Sprecher der Stadt Düsseldorf am Freitag. Foto: dpa

Düsseldorf. Nach der Bodenabsenkung beim Düsseldorfer U-Bahn-Bau und der vorübergehenden Sperrung einer Brücke sind bislang keine weiteren Auffälligkeiten aufgetreten. Bei Messungen und Kontrollen an dem sogenannten „Tausendfüßler” und umliegenden Gebäuden seien keine Schäden und Absenkungen entdeckt worden, teilte die Stadtverwaltung am Montag mit.

Derzeit sei die Situation stabil und gesichert. Etwa 30 Kubikmeter Erdreich waren am Freitag in eine Schachtgrube gerutscht. Dadurch entstand ein zwei mal zwei Meter großes trichterförmiges Loch. Die Hochstraße wurde daraufhin für mehrere Stunden gesperrt. Das entstandene Loch konnte mit Beton gefüllt werden. In den Schacht wurde Kies geschüttet.

Der Schacht soll bei den U-Bahn-Bauarbeiten zum Verlegen von Rohren dienen. Ein zusammen mit der bauausführenden Firma Bilfinger Berger ausgearbeitetes Konzept soll nun sicherstellen, dass der Schacht in Zukunft sicher ausgebaggert wird. Zudem wurde am Montag nach Schwachstellen und Hohlräumen in dem Schacht gesucht.

Bilfinger Berger war bereits in der Vergangenheit in die Kritik geraten, weil beim Ausbau der Kölner U-Bahn und dem Bau der U-Bahn in Düsseldorf Unregelmäßigkeiten festgestellt worden waren. Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs im März 2009 mit zwei Toten wird in Zusammenhang mit einem möglichen Pfusch beim dortigen U-Bahn-Bau gebracht. Später wurde bekannt, dass beim Ausbau der U-Bahn in Düsseldorf offenbar Bauprotokolle von 27 Sicherungswänden gefälscht wurden. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

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