Aachen - Kurz-Reitturnier: Missmut wegen günstiger Karten

Kurz-Reitturnier: Missmut wegen günstiger Karten

Von: Marlon Gego
Letzte Aktualisierung:
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Der ALRV soll vergangene Woche Tickets zu günstigeren Konditionen abgegeben haben. Foto: Rubel

Aachen. Das Aachener Kurz-Reitturnier ist vorbei, und die Verantwortlichen beim Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) sind wie immer zufrieden. Diese Zufriedenheit teilen nicht alle, die am Wochenende in der Soers gewesen sind, denn unter den Stammzuschauern macht sich Missstimmung breit.

Einige sind wegen des hohen Eintrittspreise gar nicht erst gekommen. Andere beschwerten sich bei unserer Zeitung über angebliche Rabattaktionen beim Kartenverkauf. Weil Spring- und Dressurstadion weder am Samstag noch am Sonntag ausverkauft waren, habe der ALRV die Karten in den letzten Tagen vor Beginn des verkürzten Turniers zu günstigeren Preisen angeboten. Stammzuschauer, die ihre Karten immer schon im Vorjahr kaufen und bezahlen, seien so benachteiligt worden.

ALRV-Sprecher Niels Knippertz erklärte am Montag auf Anfrage unserer Zeitung, es habe „keine Rabattaktionen gegeben, das entspricht nicht unserer Geschäftspraxis“. Doch eine Leserin hatte Karten für den Sonntag im Dressurstadion bei einem großen Ticketanbieter für 35 statt für 55 Euro gekauft. Wollte der ALRV vermeiden, dass die Lücken auf den Rängen zu groß werden?

Im Mai war allen Beziehern des ALRV-Newsletters ein Gewinnspiel angeboten worden: Der ALRV und einer seiner Sponsoren wollten 60 Mal zwei Karten für den Sonntag im Dressurstadion verlosen. „Mehrere Hundert“ beteiligten sich laut ALRV an dem Gewinnspiel. Doch zumindest einige der Gewinner wurden erst am Freitag per E-Mail darüber unterrichtet, dass sie zwei Karten für den Sonntag gewonnen hatten.

Eine Gewinnerin aus dem Düsseldorfer Raum wunderte sich im Gespräch mit unserer Zeitung einerseits darüber, dass gleich mehrere ihrer Freunde und Bekannten ebenfalls unter den Gewinnern waren – bei offiziell nur 60 Gewinnern. Und warum andererseits der ALRV die Gewinner derart kurzfristig benachrichtigt hat.

ALRV-Sprecher Knippertz sagte am Montag, die erst am Freitag Benachrichtigten seien „vermutlich Einzelfälle“ gewesen, genauer sei dies „im Moment nicht zu klären“ – obwohl ein Blick ins E-Mail-Fach des beim ALRV Verantwortlichen genügt hätte. Überdies beteuerte Knippertz, der ALRV habe tatsächlich nur die ausgelobten 60 Mal zwei Karten verlost.

Dass einige Zuschauer reduzierte Karten bei einem großen Ticketanbieter gekauft hätten, habe ebenfalls mit dem ALRV-Newsletter zu tun: Allen, die am Gewinnspiel um die 60 Mal zwei Karten teilgenommen hatten und leer ausgegangen waren, sei mit Unterstützung besagten Sponsors „Karten zu einem vergünstigten Preis“ über eben jenen Ticketanbieter angeboten worden, sagte Knippertz. Er bezeichnete dies am Montag als „einmalige Aktion“.

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