Region - Kunstfälscher Beltracchi: Die eigene Handschrift

Kunstfälscher Beltracchi: Die eigene Handschrift

Von: Eckhard Hoog
Letzte Aktualisierung:
9688746.jpg
Der Jahrhundertfälscher als Kinoheld: Das Bild zeigt eine Szene mit dem Maler aus dem Film „Beltracchi – Die Kunst der Fälschung“, der im vorigen Jahr im Kino lief. Foto: Senator/dpa

Region. Was malt ein genialer Kunstfälscher, wenn er seine „eigenen“ Bilder schafft? „Wozu ich gerade Lust habe“, sagt Wolfgang Beltracchi. Und das heißt: Er mischt die „Handschriften“, wie es ihm gerade in den Sinn kommt. Für eine Ausstellung mixte er zum Beispiel gerade die Stile von drei verschiedenen Fauvisten. „Ich habe mir vorgestellt, die sitzen in Marseille zusammen und malen gemeinsam ein Bild. Und so ist es dann auch entstanden.“

Eine abenteuerliche Idee: Im Prinzip könnte der Mann ein Bild malen, gemischt aus den Handschriften van Goghs und Rembrandts. Wie das wohl aussehen würde? Vielleicht fühlt er sich ja angeregt und präsentiert das Ergebnis einmal. Mit diesem unglaublichen Talent ließe sich so manche erstaunliche Überraschung fabrizieren!

Sein befreundeter Kunst-Agent-Komplize, der die Bilder in New York oder Paris den Auktionshäusern angeboten hatte, riet ihm jedenfalls immer: „Mal nicht zu gut.“ Das wäre aufgefallen. Beltracchi: „Die Recherchearbeit war immer sehr aufwendig. Ich musste alles wissen: Wie der Künstler gedacht hat. Im Prinzip sogar, was er gegessen hat. Ich kann mich sehr intensiv in einen Menschen hineinversetzen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert