KuK Monschau: Die eigene Geschichte in der Fotografie entdecken

Von: Andreas Gabbert
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Sie eröffneten die Ausstellung im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der Städteregion: Dr. Nina Mika-Helfmeier (Leiterin des KuK), Lola Garrido (Sammlerin), Anne Morin (Direktorin der diChroma-Galerie in Madrid) und Helmut Etschenberg (Städteregionsrat) (v.l.). Foto: A. Gabbert

Monschau. Es sind Bilder, die dem Betrachter im Gedächtnis bleiben oder die längst Teil des kollektiven Bewusstseins geworden sind. Mit der Ausstellung „World in Images. A Portable History of Photography“ rückt das Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der Städteregion in Monschau erneut große Meister der Fotografiegeschichte in den Fokus.

Seit Sonntag sind in der hochkarätigen Ausstellung rund 90 Werke aus der Sammlung von Lola Garrido zu sehen, darunter Ikonen der Fotografie wie Robert Capas Fotografie des fallenden Soldaten im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 oder das berühmte Porträt mit dem Titel „Migrant Mother“, das die Dokumentarfotografin Dorothe Lange während der amerikanischen Depressionszeit schuf.

Gezeigt werden Bilder von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis hin zu den 90er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Es finden sich Pioniere des Genres als auch die großen europäischen und amerikanischen Meister der 1930er- und 40er-Jahre; neben legendären Namen der Fotoreportage wie Elliot Erwitt und Henri Cartier-Bresson stehen die Begründer der historischen Avantgarde, die Revolutionäre der Modefotografie und Künstler der Gegenwart.

In der Ausstellung begegnet der Betrachter Bildern von Edward Steichen, Julia Margaret Cameron, Man Ray, René Magritte, Jürgen Klauke, Alexander Rodchenko, Horst P. Horst, Irving Penn, Inge Morath, Milton H. Greene, Berenice Abbott und vielen anderen großen Fotokünstlern. Insofern könnte der Titel der Ausstellung kaum passender gewählt sein.

„Ein bisschen ist diese Ausstellung damit wie eine Zusammenfassung von dem, was das KuK bisher zum Magneten für Kunstliebhaber und –neugierige gemacht hat und künftig noch machen wird“, sagte Städteregionsrat Helmut Etschenberg anlässlich der Ausstellungseröffnung vor mehr als 50 Gästen.

Die Leiterin des KuK, Dr. Nina Mika-Helfmeier, und Anne Morin, die Direktorin der diChroma-Galerie in Madrid, hatten dafür gesorgt, dass diese sehenswerte Ausstellung nun in Monschau gezeigt wird. Sie übernahmen auch die Vorstellung der spanischen Sammlerin Lola Garrido, die diese Ausstellung erst möglich machte.

Im Dialog mit Helfmeier erläuterte Garrido dem Publikum die Gründe, die sie veranlassten, all diese Werke zusammenzutragen. Sie erklärte, warum sie ihre Sammlung in die drei großen Gruppen „humanistische, modernistische Fotografie“, „Modefotografie und Frauenblicke“ sowie „Vorläufer der Avantgarde“ unterteilt, und sprach über ihre Faszination für die Fotografie und ihren persönlichen Bezug zu einzelnen, ausgewählten Werken. Sie interessiere sich für Personen und Charaktere, und ihre Sammlung betrachte sie auch als eine Form von Autobiografie, die sie als Person und ihre Geschichte repräsentiert. „Ich möchte mit meiner Kollektion Spuren hinterlassen“, sagte die Sammlerin.

Die Ausstellung mit insgesamt 91 Originaldrucken ist noch bis zum 10. September in Monschau zu sehen und lädt dazu ein, die eigene Geschichte in der Fotografie zu entdecken. Das Kunst- und Kulturzentrum an der Austraße ist dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Montags ist es geschlossen.

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