Heinsberg - Kuh auf Autobahn löst Unfall aus: Drei Schwerverletzte

Kuh auf Autobahn löst Unfall aus: Drei Schwerverletzte

Von: Thorsten Pracht und Marc Heckert
Letzte Aktualisierung:
kuh unfall
Nach dem Unfall wurde die Autobahn ab Dremmen in Richtung Heinsberg gesperrt - die teils spiegelglatte Fahrbahn musste aufwendig gereinigt werden.
unfall kuh
Nach dem Unfall wurde die Autobahn ab Dremmen in Richtung Heinsberg gesperrt - die teils spiegelglatte Fahrbahn musste aufwendig gereinigt werden.
unfall kuh
Nach dem Unfall wurde die Autobahn ab Dremmen in Richtung Heinsberg gesperrt - die teils spiegelglatte Fahrbahn musste aufwendig gereinigt werden.
kuh unfall
Nach dem Unfall wurde die Autobahn ab Dremmen in Richtung Heinsberg gesperrt - die teils spiegelglatte Fahrbahn musste aufwendig gereinigt werden.
kuh unfall
Nach dem Unfall wurde die Autobahn ab Dremmen in Richtung Heinsberg gesperrt - die teils spiegelglatte Fahrbahn musste aufwendig gereinigt werden.
unfall kuh
Nach dem Unfall wurde die Autobahn ab Dremmen in Richtung Heinsberg gesperrt - die teils spiegelglatte Fahrbahn musste aufwendig gereinigt werden.
kuh unfall
Nach dem Unfall wurde die Autobahn ab Dremmen in Richtung Heinsberg gesperrt - die teils spiegelglatte Fahrbahn musste aufwendig gereinigt werden.
unfall kuh
Nach dem Unfall wurde die Autobahn ab Dremmen in Richtung Heinsberg gesperrt - die teils spiegelglatte Fahrbahn musste aufwendig gereinigt werden.

Heinsberg. Eine verirrte Kuh hat in der Nacht zum Freitag einen ungewöhnlichen Unfall mit drei Schwerverletzten auf der Autobahn 46 zwischen Dremmen und Heinsberg ausgelöst. Das Tier wurde von zwei Autos erfasst, die Autobahn musste stundenlang gesperrt werden. Bei schweren Unfällen mit Tieren in der Region sind in diesem Jahr bereits ein Mensch getötet und mehrere verletzt worden.

Das Tier war mutmaßlich von einem anliegenden Feld geflüchtet und gegen 1 Uhr nachts auf der Autobahn gelandet. Ein 44-jähriger Autofahrer aus dem Kreis Heinsberg konnte nicht mehr ausweichen: Sein schwerer Pickup-Geländewagen stieß auf der linken Spur mit dem Tier zusammen. „Der Fahrer wurde durch den Aufprall schwer verletzt, konnte sein Fahrzeug jedoch auf dem Seitenstreifen zum Stehen bringen“, heißt es im Bericht der Autobahnpolizei.

Anschließend fuhr noch ein BMW mit einem 48-jährigen Mann und seiner 39-jährigen Ehefrau in den Kadaver. „Die Folgen der Unfälle waren immens“, sagt Jochen Schütt von der Autobahnpolizei Düsseldorf. Insgesamt wurden drei Menschen schwer verletzt. Die Unfallopfer wurden in nahegelegene Krankenhäuser gebracht.

„Wir konnten den Besitzer der Kuh mittlerweile ermitteln“, erklärt Schütt. Ob der Landwirt Sicherungspflichten verletzt habe, müssten die weiteren Ermittlungen zeigen. Die Polizei wird vor allem untersuchen, welchen Weg das Tier nahm. „Wie die Kuh auf die Autobahn gekommen ist, entzieht sich noch unserer Kenntnis“, erklärt Schütt. Laut Polizei entstand dabei ein Sachschaden von rund 50.000 Euro.

Die Aufräumarbeiten zogen sich den ganzen Freitagvormittag hin. Die Fahrbahn war durch die tierischen Fette extrem glatt, eine Spezialfirma übernahm die Reinigungsarbeiten. Die Autobahn war bis etwa 11 Uhr ab der Anschlussstelle Dremmen in Richtung Heinsberg gesperrt, auch anschließend kam es noch zu Behinderungen. „Der Tierkadaver wurde durch den Eigentümer abtransportiert und entsorgt“, heißt es im Einsatzbericht der Polizei.

Erst tags zuvor, am Donnerstag, waren einem Bauern aus Heinsberg-Randerath drei Kühe entwischt. Eines der Tiere wurde gegen 10 Uhr in der Wurm gesichtet. „Die Kuh stand im Fluss und musste mit Hilfe der Feuerwehr gerettet werden“, erklärt Oliver Krings, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Heinsberg.

Das zweite Tier sei im Laufe des Vormittags ebenfalls wieder eingefangen worden. Über den Verbleib der dritten Kuh war am Freitag noch nichts bekannt. Ob sie es war, die in der Nacht den Unfall auf der A46 verursachte, ist derzeit völlig unklar. „Ob es einen Zusammenhang zwischen den Fällen gibt, lässt sich derzeit nicht sagen“, erklärt Angela Jansen von der Polizei Heinsberg.    

In der Region hat es in diesem Jahr bereits mehrere schwere Verkehrsunfälle mit Tieren gegeben. Am 24. Februar forderte ein Zusammenstoß zwischen einem entlaufenen Pferd und einem Auto ein Menschenleben. Bei Jülich-Selgersdorf war das Tier in der Nacht durch ein möglicherweise absichtlich geöffnetes Gatter von seiner Weide entkommen. Eine 63-jährige Autofahrerin konnte nicht mehr bremsen, ihr Wagen prallte erst gegen das Pferd und anschließend gegen einen Baum. Sie starb noch an der Unfallstelle. Auch das Tier überlebte nicht. Die Polizei ermittelt.

Einige Wochen zuvor, am 9. Januar, war bei Hückelhoven im Kreis Heinsberg ein Auto mit zwei freilaufenden Pferden zusammengestoßen. Die 58 Jahre alte Autofahrerin wurde verletzt, die beiden Pferde überlebten den Unfall nicht.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert