Künast schlägt Wulff und Gül für Karlspreis vor

Von: dpa
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Bundespräsident Wulff in der Türkei
Der Präsident der Republik Türkei, Abdullah Gül (rechts) und Bundespräsident Christian Wulff geben im Präsidentenpalast in Ankara (Türkei) nach ihren Gesprächen eine gemeinsame Pressekonferenz. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast hat nun vorgeschlagen, die Präsidenten Deutschlands und der Türkei gemeinsam mit dem Karlspreis auszuzeichnen. Foto: dpa

Aachen/Osnabrück. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast hat vorgeschlagen, die Präsidenten Deutschlands und der Türkei gemeinsam mit dem Karlspreis auszuzeichnen. Künast sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung” (Donnerstag), die Staatsoberhäupter hätten in der Integrationsdebatte Sätze geprägt, die ungeheure Schlagkraft entwickelten.

Man müsse die Reden von Bundespräsident Christian Wulff und des türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül zusammen sehen. Mit ihren übereinstimmenden Äußerungen zur Religionsfreiheit hätten Wulff und Gül Mut bewiesen. Sie hätten Türen aufgestoßen für eine europäische Verständigung und ein friedliches Zusammenleben. „Für diese Leistung haben sie den Karlspreis verdient”, sagte Künast.

Religionsfreiheit müsse im Alltag gelebt werden. „Die beiden Präsidenten machen es vor”, unterstrich die Fraktionschefin. Das wirke sich nicht nur auf die Türkei und Deutschland, sondern auf ganz Europa aus. Sehr viele Menschen hätten sich schon in der Vergangenheit dafür eingesetzt, die Situation der Christen in der Türkei zu verbessern - so wie sich auch in Deutschland viele für die bessere Integration von Muslimen stark gemacht hätten. Wulff und Gül hätten genau den richtigen Ton und die Emotionen getroffen.

Der Internationale Karlspreis zu Aachen, der 1950 erstmals vergeben wurde, ist der älteste und bekannteste Preis, mit dem Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet werden, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben.

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