Kubiz: Fast sieben Millionen Euro Schaden

Von: Karl Stüber
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Die Sanierung des Wasserschadens soll fast sieben Millionen Euro kosten.
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Die Sanierung des Wasserschadens soll fast sieben Millionen Euro kosten.
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Die Sanierung des Wasserschadens soll fast sieben Millionen Euro kosten. Foto: Karl Stüber
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Die Sanierung des Wasserschadens soll fast sieben Millionen Euro kosten.
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Die Sanierung des Wasserschadens soll fast sieben Millionen Euro kosten.

Alsdorf. Das Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz) in Alsdorf wird erst im Juni 2017 bezugsfertig sein, wenn die Sanierung nach den schweren Wasserschäden abgeschlossen ist. So verzögert sich der Umzug des städtischen Dalton-Gymnasiums und der Realschule von Ofden auf das Annagelände im Zentrum von Alsdorf um genau ein (Schul-)Jahr.

Die Gesamtkosten zur Behebung der Schäden inklusive Folgekosten (Vermögensschäden) betragen 6,9 Millionen Euro. Dies gab jetzt Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) bekannt. Der Wasserschaden ist auf einen handwerklichen Fehler beim Verlegen der Trinkwasserleitung in der Decke des ersten Obergeschosses („undichte Stelle im Bereich der neuen Verwaltung des Gymnasiums“) zurückzuführen, haben die Materialprüfung und die Auswertung durch Gutachter ergeben.

Für die Schäden kommen die Versicherung des Handwerksbetriebes und die Bauleistungsversicherung der Grund- und Stadtentwicklungsgesellschaft (GSG GS) auf. Diese Gesellschaft lässt das Gebäude von etwa 30 Firmen errichten und wird den Komplex zur schulischen Nutzung an die Stadt Alsdorf vermieten. Bürgermeister Sonders geht davon aus, dass „nach derzeitigem Kenntnisstand“ keine Kosten für die Behebung der Schäden an der Stadt „hängen bleiben“.

Infolge der fehlerhaften Verarbeitung einer Steck-Quetschverbindung war kurz vor Fertigstellung des Neubaus die Trinkwasserleitung am letzten Wochenende im Mai auseinandergerutscht. Das Wasser hatte sich zwei Tage lang unbemerkt im Gebäude ausbreiten können. Betroffen von den Schäden sind rund 8000 Quadratmeter des Gebäudes, das insgesamt 11.800 Quadratmeter groß ist.

Unter Federführung der Technischen Geschäftsführerin der GSG, Kathrin Koppe, mussten zwischenzeitlich Linoleumböden wieder herausgerissen, durchnässte Trockenbauwände inklusive Dämmung entfernt, der etwa 20 Zentimeter dicke Schwingboden der drei Turnhallen im Untergeschoss, große Estrichflächen, Fliesen im Dusch- und WC-Bereich und Abhangdecken demontiert werden.

466 Leuchten und 470 Brandmelder wurden ausgebaut, 176 durch das Wasser aufquellende Türen- und Türanlagen müssen ersetzt werden. Nur das zweite Obergeschoss, in dem bereits die naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume eingerichtet sind, blieb verschont, wie Koppe sagte.

„Wir fangen mit dem Wiederaufbau in der nächsten Woche an“, sagte Koppe. Nach Einsatz von Trocknern beginnt die „Rekonstruktion“ im Untergeschoss. Dabei wird nicht von der ursprünglichen Bauplanung- bzw. -ausführung abgewichen, was die Versicherungen auch nicht mitmachen würden, war zu erfahren.

Den Anteil der Vermögensschäden an der Gesamtsumme in Höhe von 6,9 Millionen Euro nannte Bürgermeister Sonders nicht. Die Gesamtsumme sei in enger Absprache mit den beiden Versicherungen festgestellt. „Wir haben da eine relativ hohe Kostensicherheit.“

Vermögensschäden entstehen zum Beispiel durch die nun ein Jahr später einsetzende Mietzahlung seitens der Stadt an die GSG, mit der Zins und Tilgung der Kredite aufgebracht werden müssen. Auch die Anschaffung von Containerklassen schlägt hier mit 350.000 Euro zu Buche.

In der nun ein Jahr längeren Nutzung der bisherigen Standorte der beiden Schulen in Ofden und der entsprechend erst später möglichen Vermarktung des Areals sehen Sonders und der kaufmännische Geschäftsführer der GSG GS, Michael Hafers, kein Problem. Der mit 2,7 Million Euro angesetzte Erlös aus dem Verkauf der Grundstücke, um darauf Häuser zu bauen, sei ohnehin erst für die zweite Hälfte 2017 in den Etat veranschlagt.

Mit der Sanierung des Neubaus soll im Juni 2017 auch das Herrichten der aus der Zeit des Steinkohlebergbaus stammenden Kraftzentrale in unmittelbarer Nachbarschaft des Kubiz für schulische Zwecke und zur Nutzung als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte abgeschlossen sein.

Dort waren im August 2015 Schäden im Fundament festgestellt worden, die eine aufwändige Reparatur notwendig machten. „Es macht für alle Beteiligten Sinn, den Umzug in Ruhe während der Sommerferien stattfinden zu lassen und mit Beginn des Schuljahres 2017/18 mit frischen Kräften die Eröffnung zu feiern“, sagte Sonders.

Sonders hat zwischenzeitlich mit beiden Schulleitern telefoniert, die derzeit in Urlaub sind. Seitens der Schulen spüre er deutliches Verständnis für die Situation. „Dieser Rückhalt seitens der Lehrerschaft, der Eltern und der Schüler tut uns gut“, betonte er.

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