Krippenkunst mit über 100 Stationen in Schaufenstern und Kirchen

Von: epd
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Köln. In Köln lädt der Krippenweg wieder zum Besuch von rund 100 Stationen mit Weihnachtskrippen aus aller Welt ein. Vom 23. November bis zum 6. Januar können Besucher der Stadt Unikate und Sammlerstücke verschiedener Kulturen und Epochen besichtigen.

Schirmherr des zum 14. Mal stattfindenden Krippenweges der Agentur Rheinstil unter dem Motto „Folget dem Stern” ist Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD). Zentraler Ausgangspunkt ist die im Geschäftszentrum des Kölner Hauptbahnhofes aufgebaute „Friedenskrippe”.

Seit mittlerweile vier Jahren wächst die eigens für den Krippenweg angefertigte Krippenlandschaft des Modellbauers Hermann Nick. Auf zwölf Quadratmetern wird die zerbombte Domstadt im Jahr 1946 gezeigt. Die Heilige Familie hat Zuflucht in den Ruinen der romanischen Kirche von Groß St. Martin gefunden. Statt Hirten kommen Kinder, Trümmerfrauen und Kriegsheimkehrer. „Als Nebenschauplätze zum Wunder der Menschwerdung Gottes sind Alltagsszenen der Kölner Nachkriegszeit zu sehen”, hieß es. Auch der damalige Kölner Erzbischof Kardinal Josef Frings ist dargestellt.

Erstmals ist auch das Kölner NS-Dokumentationszentrum am Krippenweg beteiligt. Im Rahmen seiner Sonderausstellung „Von wegen Heilige Nacht!” über Weihnachten in der politischen Propaganda werden auch Krippen gezeigt. Dazu gehören im Zweiten Weltkrieg während der Belagerung von Stalingrad gefertigte Figuren eines westfälischen Geistlichen. Der Prälat stellte sie für Soldaten seiner Einheit aus Resten her und verstaute sie in einer Munitionskiste.

Neben der eigenständigen und kostenlosen Erkundung der Exponate des Krippenweges ist auch die Teilnahme an Führungen möglich. Für Gehörlose und Hörbehinderte stehen auch Gebärdendolmetscher zur Verfügung.
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