Aachen - Krimitage: Mörderische Erzähler treffen auf skurrile Ermittler

Krimitage: Mörderische Erzähler treffen auf skurrile Ermittler

Von: Sabine Rother
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Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis 2017: Max Annas. Foto: Michelle Smith

Aachen. „Abgründig und atemberaubend“ sollen sie werden, die siebten Aachener Krimitage vom 5. bis 20. Oktober. Es geht nicht nur um literarische Qualität. Neben Lesungen an „kriminellen Orten“ wie dem Alten Schwurgerichtssaal im Justizzentrum gibt es Comedy, Filme und Vorträge.

Neun Veranstalter, die Volkshochschule Aachen und das Cineplex-Kino sind als Arbeitskreis mit im Boot, wenn das Buchhändlerehepaar Walter und Barbara Vennen interessante Autoren ermittelt und die Abende plant. 10 000 Euro wurden investiert, die Homepage gründlich restauriert und der Facebook-Kontakt erneuert. Stolz ist das Team besonders auf den ersten Gast: Max Annas, ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis 2017, eröffnet den Reigen der Lesungen am Donnerstag, 5. Oktober. Der Journalist und Autor, Jahrgang 1963, liebt aktuelle Themen. Der Titel seines neuen Krimis spricht für sich: „Illegal“.

Bei einer Studienfahrt nach Lüttich wandern Krimifans auf den Spuren von Georges Simenon – natürlich in Begleitung von „Kommissar Maigret“. Lustig und skurril wird im „Franz“ das Ermittler-Team Carsten Sebastian Henn, Ralf Kramp und Uwe Voehl von seinen schönsten Fällen berichten – stets unter dem Motto „Mords-Feste: Man muss die Leichen feiern, wie sie fallen“.

„Wir wollen viele Facetten anbieten“, betont Barbara Hoppe-Vennen. So spielt gleichfalls der Film eine Rolle: Im Cineplex wird „La sconosciuta/Die Unbekannte“ von Giuseppe Tornatore mit der Musik von Ennio Morricone zu sehen sein.

Eine weitere Leidenschaft der Krimi-Planer ist das Entdecken neuer Talente – Autoren, die noch nicht überall waren, vielleicht sogar mit ihrem Debütroman kommen. Inzwischen ist das bei den Verlagen bekannt, und die Krimitage erhalten entsprechende Angebote. Zu diesem Kreis gehört die Aachener Autorin Robin Arm-strong mit ihrem Buch „Vergeben und Vergessen“.

Eine feste Größe bleibt der historische Kriminalroman: „Freies Geleit für Martin Luther“ fordern Matthias Eckholdt und Tanja Reese. Aber es gibt ein Problem, das nichts mit Luthers Thesen zutun hat: Luther steht unter Mordverdacht – ausgerechnet 1521 beim Reichstag in Worms.

Insgesamt 15 Veranstaltungen bieten die Krimitage 2017. Und die Planungen für 2018 sind bereits angelaufen. „Wir sind beständig auf der Suche nach neuen Partnern und nach neuen Orten für Lesungen“, meint Walter Vennen. „Die Krypta einer Kirche, das wäre zum Beispiel großartig.“

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