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Kreuz Aachen wohl erst 2017 fertig

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:
Autobahnkreuz
Am kommenden Donnerstag wird der die erste Fahrspur des neu errichteten westlichen Teils der „Zentralbrücke“ im Autobahnkreuz Aachen in Betrieb genommen. Foto: flyingeye.nl
Autobahnkreuz
Am kommenden Donnerstag wird der die erste Fahrspur des neu errichteten westlichen Teils der „Zentralbrücke“ im Autobahnkreuz Aachen in Betrieb genommen. Foto: flyingeye.nl
Autobahnkreuz
Blick von oben auf das Autobahnkreuz Aachen. Foto: flyingeye.nl

Aachen. Der Umbau des Aachener Autobahnkreuzes verzögert sich und könnte nach Einschätzung des Landesbetriebs Straßen.NRW „im schlechtesten Fall erst Ende 2017“ abgeschlossen sein – und somit zwei Jahre später als derzeit geplant.

Bislang liegen die Straßenbauer mit dem Ausbau des Verkehrsknotens mehr oder weniger im Zeitplan, der einen Abschluss der im September 2009 begonnenen Arbeiten möglichst Anfang 2015 vorsieht. Doch der im Mai vom Bundesverkehrsministerium beschlossene Abriss und Neubau des sogenannten Überfliegers, über den der aus den Niederlande kommende Verkehr über die A 4 ins Kreuz rollt, macht den Ausbau noch komplizierter und sorgt für einen beträchtlichen Zeitverzug. Derzeit laufen die Planungen. Mit einem Beginn der rund zweijährigen Arbeiten wird nach den Ausschreibungen erst 2014 gerechnet.

War die 1963 errichtete Brücke zunächst aus den Überlegungen zum Um- und Ausbau herausgenommen worden, muss das Bauwerk nun doch erneuert werden. Im Rahmen der Überprüfung von landesweit 300 Großbrücken waren 2011 statische Probleme festgestellt worden. Demnach hat die einst auf 100 Jahre ausgelegte Brücke noch eine Lebensdauer von rund 20 Jahren – aber nur, wenn man sie kurzfristig sanieren würde.

„Die Brücken vor allem aus den 60er Jahren waren nie für die heutigen Verkehrsbelastungen geplant“, sagt Matthias Bächler, Vize-Chef der für den Umbau des Kreuzes zuständigen Landesbetrieb-Niederlassung Ville-Eifel. Er ergänzt: „Da wir das Kreuz derzeit umbauen, macht es nach den neuen Erkenntnissen Sinn, das Bauwerk nun in unsere Planungen zu integrieren.“ Was eine höchst anspruchsvolle Aufgabe ist. „Wir müssen unsere Planungen ändern“, sagt Bächler. Das kostet Zeit und Geld. Straßen- und Brückenbauer seien derzeit dabei, detailliert abzustimmen, wie das Bauwerk auf stark beengtem Raum hochgezogen werden kann. Bächler geht von zusätzlichen Kosten in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro aus. Bislang wurde die Baustelle Aachener Kreuz mit 75 Millionen Euro plus Inflationsrate veranschlagt.

Klar ist, dass der neue Überflieger zunächst direkt neben dem alten gebaut wird, damit der Verkehr weiter fließen kann. Eine Sanierung der 134 Meter langen und 15 Meter breiten Brücke würde das Problem nur um wenige Jahre verschieben, sagt Bächler. Steht der Neubau, wird die alte Brücke abgerissen. Erst dann können laut Landesbetrieb die Fahrspuren im südlichen Teil des Kreuzes angepasst werden. Region & NRW

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