Kreis Heinsberg: Leo Dautzenberg siegt souverän

Von: disch
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Der strahlende Sieger mit der obligatorischen Torte am Sonntagabend im Heinsberger Kreishaus: Leo Dautzenberg von der CDU verteidigte den Wahlkreis 90 bei der Bundestagswahl souverän. Foto: Stefanie Nobis

Kreis Heinsberg. Applaus brandete auf für den Christdemokraten Leo Dautzenberg, nachdem Landrat Stephan Pusch als Kreiswahlleiter am Sonntagabend kurz vor 21.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Kreishauses das vorläufige amtliche Endergebnis der Bundestagswahl für den Wahlkreis 90 Heinsberg verkündet hatte: Der CDU-Abgeordnete aus Heinsberg verteidigte den Wahlkreis souverän.

Auch wenn er einen Prozentpunkt gegenüber dem Resultat von 2005 verlor, so war Dautzenberg zufrieden, mit 50,4 Prozent das Ziel, das er sich selbst gesetzt hatte, „50 plus”, erreicht zu haben. Auch bei den Zweitstimmen lag die Union mit 41,5 Prozent wieder klar vorne.

Dautzenberg dankte für das Vertrauen und versprach, den Wahlkreis „wieder kraftvoll in Berlin vertreten” zu wollen. Aber Dautzenberg war auch etwas enttäuscht, dass die Union generell leichte Verluste erlitt - wenn er sich letztlich auch darüber freute, dass die bürgerliche Koalition „eine stabile Mehrheit” im Parlament haben werde.

„Eine bittere Niederlage” - so kommentierte der SPD-Kandidat Norbert Spinrath das Debakel für die Sozialdemokraten. Sie verloren 13,2 Prozentpunkte der Erststimmen (auf 24,1 ) und 11,0 Prozent der Zweitstimmen (auf 21,5 ) im Kreis. Spinrath nannte es „eine herbe Enttäuschung”, dass es der SPD nicht gelungen sei, ihre Wähler zu mobilisieren beziehungsweise zu verhindern, dass ihre Wähler zu anderen Parteien wechselten.

FDP, Grüne und Linke legten zu: Die Liberalen erzielten mit 9,5 und 16,4 Prozent ihre besten Resultate in der Geschichte des Kreises. „Ich bin glücklich. Ein Super-Ergebnis”, sagte FDP-Kandidat Andreas Rademachers.

Gisela Johlke von den Grünen, die 2005 keinen Direktkandidaten hatten, war mit 6,9 Prozent „zufrieden, aber nicht glücklich” und bewertete zwei Prozent Zuwachs bei den Zweitstimmen (auf 7,2 ) als „gut”. Die Linken mit der Kandidatin Christa Frohn verbesserten sich um rund drei Punkte auf 7,6 und 8,2 Prozent.

Auf die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte NPD entfielen 1,5 Prozent der Erststimmen und 1,2 Prozent der Zweitstimmen. Damit war sogar die Piratenpartei, die auf 1,5 Prozent der Zweitstimmen kam, erfolgreicher.

Die Wahlbeteiligung sank auch im Kreis Heinsberg: um 7,1 Punkte auf 70,2 Prozent.
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