Kraft in Brüssel: Offene Grenzen sichern Wohlstand in Europa

Von: dpa
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Hannelore Krafr will auch in der Flüchtlingskrise an offenen Grenzen festhalten und NRW als Industriestandort sichern. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Brüssel/Düsseldorf. Offene Grenzen in Europa sind für Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auch in Zeiten der Flüchtlingskrise von entscheidender Bedeutung.

„Ich bin zutiefst überzeugt, dass offene Grenzen innerhalb Europas einen Großteil unseres Wohlstands sichern”, sagte die SPD-Politikerin nach einer Sitzung des Landeskabinetts am Dienstag in Brüssel.

Um den Schengenraum ohne Grenzkontrollen zu erhalten, müsse es auf dem EU-Gipfel Ende der Woche vor allem bei der Sicherung der Außengrenze vorangehen. Wichtig sei, Staaten wie Griechenland nicht alleinzulassen. „Da braucht es den Zusammenhalt in Europa.” Kraft hatte in der belgischen Hauptstadt auch mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Parlamentspräsident Martin Schulz gesprochen.

Für die Eingliederung von Flüchtlingen forderte Kraft mehr Geld. „Integration gibt es nicht zum Nulltarif.” So müsse darüber diskutiert werden, entsprechende Fonds der Europäischen Union aufzustocken.

Das Kabinett beschloss in Brüssel seien europapolitischen Prioritäten. Neben dem Thema Migration geht es dabei unter anderem um die Sicherung des Industriestandorts Nordrhein-Westfalen, den Klimaschutz und Europapolitik für die Kommunen.