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Kostspielig: Das Auto am Haken

Von: Lukas Weinberger
Letzte Aktualisierung:
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Am Haken: Wenn das Auto abgeschleppt wird, müssen Falschparker oft tief in die Tasche greifen.

Aachen. Wer kennt es nicht? Kleinigkeiten müssen besorgt werden, mit dem Auto geht‘s flott in die Stadt. Und dann stellt man fest: Hunderte hatten scheinbar genau dieselbe Idee. Ein freier Parkplatz? Fehlanzeige!

„Autofahrer kommen oft in die Verlegenheit, falsch zu parken“, sagt ein Sprecher des Auto Clubs Europa (ACE). Falschparken sei aber kein Volkssport. Mal scheinen alle Parkplätze besetzt, mal muss es einfach schnell gehen. Und schon kann das Gefährt am Abschlepphaken baumeln.

Einmal am Haken, kann es für Autofahrer richtig teuer werden: Für den Parkverstoß muss ein Verwarnungs- oder Bußgeld gezahlt werden, das Abschleppunternehmen stellt den Auto-Transport und die Verwahrgebühren für das deponierte Fahrzeug in Rechnung. Manche Kommunen erheben zusätzlich Verwaltungsgebühren.

Da muss der Falschparker meist tief in die Tasche greifen – auch in der Region. In der Stadt Aachen beispielsweise fallen Kosten ab 134 Euro für das Abschleppen an. Wie das Ordnungsamt auf Anfrage mitteilte, setzt sich diese Summe aus den Kosten für den Abschleppvorgang und der Verwaltungsgebühr zusammen. Hinzu komme noch das Verwarnungs- oder Bußgeld für den jeweiligen Parkverstoß. Rund 150 Euro plus Verwarnungs- oder Bußgeld muss ein Falschparker in der Stadt Düren berappen, erklärte das Ordnungsamt. In Heinsberg sind es zwischen 130 und 200 Euro, heißt es aus dem dortigen Ordnungsamt. Auch hier muss zusätzlichen für den Parkverstoß geblecht werden. Fix seien all diese Kosten aber nicht. Es komme auch darauf an, wie groß das falsch geparkte Auto, wie zugänglich der Standort sei oder zu welcher Zeit das Fahrzeug an den Haken genommen wird.

Unterschiedliche Beträge

Dass die Preise selbst in den einzelnen Städten der Region so schwanken, löst auch beim ACE Schulterzucken aus: „Im Grunde sollte der Aufwand bei jedem Abschleppvorgang fast gleich sein“, sagt der Sprecher. Die Kosten jedenfalls nicht. Vor allem ein bundesweiter Vergleich zeigt, wie unterschiedlich einzelne Städte den Umgang mit Falschparkern handhaben: ACE-Recherchen zufolge können in Hamburg schnell Kosten von 310 Euro anfallen, 260 Euro seien dort in jedem Fall üblich. Damit ist die Hansestadt Spitzenreiter in Deutschland – knapp vor Frankfurt/Main mit Kosten ab 257 Euro. In Koblenz hingegen ist das Falschparken recht günstig: „Nur“ 78 Euro (zuzüglich Verwahrgebühr) muss der Autofahrer bestenfalls zahlen, wenn sein Auto abtransportiert wurde. In Köln sind mindestens 155 Euro fällig, in Düsseldorf 139 Euro – damit befinden sich beide Rhein-Metropolen wie auch die Städte der Region im Mittelfeld der ACE-Statistik.

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