Kommt Uran für Tihange und Doel aus NRW?

Von: mgu
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Tihange
Das Uran für das Atomkraftwerk in Tihange kommt wohl aus NRW. Das haben Atomkraftgegner aus NRW herausgefunden. Foto: Oliver Berg/dpa

Düsseldorf. In den umstrittenen belgischen Atomkraftwerken Tihange und Doel kommt wohl Uran aus Nordrhein-Westfalen zum Einsatz. Das haben Atomkraftgegner aus NRW - darunter auch das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie - herausgefunden.

Sie forderten in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme, dass die Exporte aus Gronau wie auch von Brennelementen aus Lingen (Niedersachsen) gestoppt werden.

Das in Gronau angereicherte Uran werde zunächst in Lingen, in den USA, Großbritannien und Spanien für den Einsatz in Belgien weiterverarbeitet. Die Bundesregierung ist nach den neuen Recherchen viel tiefer in den Betrieb der belgischen Pannenreaktoren verstrickt, als sie bislang zugegeben hat, sagt Anika Limbach, von Anti-Atom-Bonn.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und die Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW kritisieren Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) scharf. Sie müsse sich für einen Stopp der Exporte stark machen, damit ließe sich der Betrieb der belgischen AKW stören.

Die belgischen Atomkraftwerke sind umstritten, weil sich in den Meilern Tihange 2, der nur 60 Kilometer von Aachen entfernt liegt, und Doel 3, der nur 150 Kilometer von Aachen entfernt liegt, Tausende Haarrisse in den Reaktordruckbehältern befinden. Die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC hält die Reaktoren für sicher. Atomkraftgegner und auch die Bundesregierung haben daran Zweifel.

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