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Kommentiert: Youtube als digitale Litfaßsäule

Ein Kommentar von Nina Leßenich

Stars, die in Videos Fragen von ihren Fans beantworten, ihnen Nachrichten schreiben und sich manchmal sogar mit ihnen treffen? Offen gestanden: Ich wäre als Teenager wohl ausgeflippt. Mit dem großen Idol „befreundet“ zu sein – zumindest gefühlt – das muss für jeden Fan das Größte sein.

Und Youtube macht es möglich. Doch gerade wegen dieser vermeintlichen Nähe, die Youtuber ihren Followern suggerieren, birgt die Videoplattform auch Gefahren. Denn in den vergangenen Jahren ist Youtube vor allem eins geworden: eine große digitale Litfaßsäule, auf der Produkte jedweder Art unverfroren angepriesen werden.

Das Problem dabei: Nur in den wenigsten Fällen wird Werbung in Youtube-Videos auch als solche kenntlich gemacht. Für Kinder und Jugendliche ist folglich kaum nachvollziehbar, wann ihnen illegale Schleichwerbung untergejubelt wird. Die Folge: Marken konnten Kinder noch nie so leicht manipulieren wie heute – denn was der Lieblings-Youtuber benutzt, darf natürlich auch im eigenen Kinderzimmer nicht fehlen.

Und das ist ein Problem. Ein Problem, dass dringend nach Aufklärung verlangt – und zwar in Schulen. Medienkompetenz muss als Schulfach dringend noch mehr Beachtung im Schulalltag finden. Denn nicht alle Eltern können diese Aufklärung leisten. Für viele von ihnen ist das Internet noch immer Neuland. Und Stars waren für die meisten eben immer unerreichbare Wesen.

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