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Kommentiert: Vertrauenssache

Ein Kommentar von Claudia Schweda

Der Braunkohlenausschuss hat mit der Wahl des neuen Vorsitzenden für die Bergschaden-Schlichtungsstelle mühsam gewachsenes Vertrauen zerstört. Dabei geht es in einer Schlichtung vor allem darum: um Vertrauen.

Niemand spricht dem Ausschuss das Recht ab, diesen Vorsitzenden zu bestimmen. Aber dass die Vertreter der Betroffenen aus der Zeitung davon erfahren, RWE dagegen in der Ältestenratssitzung bei der Wahl anwesend ist, ist mehr als irritierend. Es ist fast instinktlos. Denn im Schlichtungsverfahren sollen RWE und Betroffene eigentlich gleichberechtigte Beisitzer neben dem Vorsitzenden sein.

Doch sind sie das wirklich? Das Vertrauen der Betroffenen in die Schlichtungsstelle ist aus gutem Grund begrenzt. Schließlich wird das gesamte Verfahren von RWE bezahlt. Ein Restmisstrauen, dass alles so läuft, wie RWE das will, ist da nur schwer auszuräumen. Dennoch war in den vergangenen Jahren das Vertrauen der Betroffenen in die Anrufungsstelle gewachsen. Und die Loslösung von der Bezirksregierung, die nun erfolgt, wird diesem Zweck dienen, wenn es gelingt, die Betroffenen ins Verfahren zurückzuholen.

Der Verweis auf die Geschäftsordnung und formal richtige Abläufe hilft da wenig. Hilfreich ist, die Betroffenen ernst zu nehmen und ihre Briefe voller Fragen zu beantworten. Schnell. Sonst ist die Schlichtung tot.

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