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Kommentiert: Einbruchsradar löst das Problem nicht

Ein Kommentar von Madeleine Gullert

Region. Eine transparente Darstellung aller Einbrüche schadet wohl niemandem. Da die Angaben grob sind, wird auch der Datenschutz nicht verletzt.

Aber ein Einbruchsradar vermag es sicher nicht, Verbrechen nachhaltig und flächendeckend zu verhindern. Es ist ein Instrument, um Wachsamkeit zu erzeugen. Besser wäre es aber, wenn diese Wachsamkeit überhaupt nicht nötig wäre. Natürlich ist es naiv zu glauben, dass sich Einbrüche komplett verhindern lassen, aber es wäre doch wünschenswert, dass die Verantwortlichen in NRW die Zahlen senken oder zumindest konstant halten können.

Doch im Land steigen die Einbruchszahlen. Weil kaum Taten aufgeklärt und bestraft werden, wird Nordrhein-Westfalen in einigen Medienberichten schon als „Schlaraffenland“ für Einbrecher bezeichnet. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) setzt sich zwar bei der jährlichen „Riegel vor“-Aktion gegen Einbrüche wie auch beim regelmäßigen Blitzmarathon stets medienwirksam mit knackigen Zitaten in Szene.

Doch Jäger muss sich die Frage schon gefallen lassen, ob er denn nicht zu wenig erreicht hat. 65.000 Einbrüche im vergangenen Jahr sprechen nicht gerade für ihn. Um das zu ändern, lässt es sich nicht vermeiden, die Polizei zu stärken und besser auszustatten.

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