Kommentiert: Die Verantwortung bleibt erhalten

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Kommentiert: Die Verantwortung bleibt erhalten

Ein Kommentar von René Benden

Es gibt einen guten Grund dafür, Spezialisten für den Rückbau kerntechnischer Anlagen in einer bundeseigenen Gesellschaft außerhalb des Forschungszentrums Jülich zu konzentrieren.

Denn man muss kein Prophet sein, um vorauszusehen, dass der Rückbau bestehender Atomkraftwerke in Zukunft nicht alleine Sache der Betreiber bleiben wird. Die rasant steigende Kostenkalkulation für die Entsorgung nuklearer Altlasten kombiniert mit den schrumpfenden Erlösen am Energiemarkt für die Stromkonzerne werden dazu führen, dass der Rückbau kerntechnischer Anlagen in irgendeiner Form ohnehin beim Bund hängen bleibt. Insofern ist das geplante nukleare Kompetenzzentrum unter dem Dach des Bundes in Jülich ein logisch nachvollziehbarer Schritt.

Doch er beinhaltet eine pikante Note: Denn zumindest auf dem Papier hat das Forschungszentrum mit seiner nuklearen Vergangenheit nichts mehr zu tun, sobald dort eine neu gegründete Gesellschaft übernimmt. Das dürfte vor allem jenen gut passen, denen die nuklearen Leistungen im Portfolio des heutigen Forschungszentrums nicht mehr zeitgemäß erscheinen. Doch eines muss klar sein: Solange Castoren und eine radioaktive Reaktorhülle in Jülich lagern, hat das Forschungszentrum auch eine Verantwortung dafür.

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