Düsseldorf - „Koma-Saufen”: Immer mehr Jugendliche in NRW stark alkoholisiert

„Koma-Saufen”: Immer mehr Jugendliche in NRW stark alkoholisiert

Von: dpa
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Das so genannten Komasaufen Jugendlicher wird zunehmend zu einem Problem. Foto: ddp

Düsseldorf. Immer mehr Jugendliche in Nordrhein- Westfalen müssen mit einem Vollrausch ins Krankenhaus: Die Zahl der jungen „Koma-Säufer” hat sich in einem Jahrzehnt fast verdreifacht.

Dies geht aus einer am Freitag in Düsseldorf vom Landeskriminalamt NRW (LKA) veröffentlichten Untersuchung hervor. Danach wurden im Jahr 2007 in NRW über 3200 junge Männer (2000: 1.174) und etwa 2000 junge Frauen (2000: 779) unter 20 Jahren mit „akutem Rausch” in eine Klinik eingeliefert, teilte das LKA mit.


Übermäßiger Alkoholkonsum sei nicht nur gesundheitsgefährdend, sondern oft auch Auslöser für Gewalt, warnte das Landeskriminalamt. „Bei jeder vierten Gewalttat im Jahr 2007, die junge Menschen verübt haben, war Alkohol im Spiel”, betonte LKA-Direktor Wolfgang Gatzke. Diese Zahl habe sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt.

Das Landeskriminalamt unterstützt deshalb die neue bundesweite Präventionskampagne "DONT DRINK TOO MUCH - STAY GOLD", die Jugendlichen den Unterschied zwischen maßvollem und übermäßigem Alkoholkonsum vor Augen führen soll.

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