Kokain im Millionenwert bei Domburg angeschwemmt

Von: luk
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Teures Strandgut: Mehr als 100 Päckchen mit Kokain sind am bei Urlaubern beliebten Strandabschnitt bei Domburg angespült worden. Symbolfoto: dpa

Middelburg. An einem Strandabschnitt im niederländischen Zeeland sind am Freitag zwischen den beliebten Badeorten Westkapelle und Oostkapelle mehr als 100 Päckchen mit brisantem Inhalt angespült worden: Kokain im Marktwert von mehreren Millionen Euro. Hintergrund des Fundes könnte ein spektakulärer Coup der Polizei sein.

Jedes einzelne der bei Domburg angeschwemmten, jeweils rund ein Kilogramm schweren Pakete sei etwa 50.000 Euro wert, berichtet die niederländische Zeitung „Limburgs Dagblad“. Insgesamt waren die Pakete mit Kokain im Wert von rund fünf Millionen Euro gefüllt. Der Küstenabschnitt gilt aufgrund seiner Beliebtheit bei Badetouristen aus dem deutschen Westzipfel auch als „Öcher Strand“.

Wenige Tage zuvor war eine Schmuggelbande auf der Nordsee nahe Rotterdam bei ihren illegalen Machenschaften erwischt worden. Besatzungsmitglieder eines Containerschiffs seien dabei beobachtet worden, wie sie Teile der Fracht über Bord warfen. Vier Männer in einem Motorboot hätten die Pakete anschließend aus dem Wasser gefischt.

Eine niederländische Sondereinheit – ein Zusammenschluss aus Beamten der Hafenpolizei, des Zolls und anderen – nahm schnell die Verfolgung des Motorboots auf. Es gelang ihr, die vier Männer auf dem Motorboot festzunehmen. Außerdem klickten bei einem Besatzungsmitglied des Containerschiffs die Handschellen. Den entscheidenden Tipp hatten die niederländischen Behörden vor dem Deal aus England erhalten.

Unmittelbar nach der Verhaftung wurden, so „Limburgs Dagblad“, bereits einige hundert Kilo Kokain aus der Nordsee gefischt. Ob auch die zwischen Westkapelle und Oostkapelle angeschwemmten Päckchen aus der verhinderten Übergabe stammen, wird momentan noch von der Polizei untersucht.

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