Kohleflözgas: Bezirksregierung verteidigt Erlaubnis für RWTH

Von: epd
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RWTH Aachen
Die Wissenschaftler der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule dürfen in einem festgelegten Gebiet einen Rohstoff wie Erdöl und Erdgas aufsuchen. Foto: dpa

Arnsberg/Aachen. Die Bezirksregierung Arnsberg hat eine befristete Verlängerung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen zur Aufsuchungserlaubnis von Kohleflözgas verteidigt. In einer Prüfung sollten alle relevanten formalen und geologischen Aspekte betrachtet werden, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

Daher habe die Bezirksregierung eine befristete Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis von drei Monaten bis zum 5.August erteilt. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz hatte das zuvor scharf kritisiert. Der Verband hatte die Bezirks- und die Landesregierung aufgefordert, den Verlängerungsantrag abzulehnen, um „Fracking durch die Hintertür“ zu verhindern.

Demgegenüber betonte die Sprecherin der Bezirksregierung, die Aufsuchungserlaubnis gestatte es der Hochschule nicht, Erkundungsbohrungen oder andere Arbeiten durchzuführen. Kurz: Eine Aufsuchungserlaubnis ist keine Fracking-Genehmigung. „Weder Fracking noch irgendeine konkrete Tätigkeit ist allein mit der Bergbauberechtigung zulässig“, hatte ein Sprecher der Abteilung Bergbau und Energie der Bezirksregierung, unserer Zeitung zuletzt erklärt. Dafür seien gesonderte Anträge erforderlich.

Die RWTH wolle bohren, aber fracke nicht. Ihr Antrag beziehe sich auf Aufsuchung von Erdgas zu wissenschaftlichen Zwecken. Die Wissenschaftler dürfen in einem festgelegten Gebiet einen Rohstoff wie Erdöl und Erdgas aufsuchen. Das 3460 Quadratkilometer große RWTH-Gebiet erstreckt sich von Soest bis Dorsten/Bochum sowie von Witten/Soest bis Telgte/Münster.

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