Könnte Atommüll aus Jülich doch in die USA?

Von: epd
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Castoren
Der künftig Atommüll aus Jülich und Hamm könnte ins Ausland gebracht werde. Foto: Volker Uerlings

Münster. Atomkraftgegner fordern Nachbesserungen an der geplanten Änderung des Atomgesetzes. Es sei zu befürchten, dass die von den Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD und Grünen auf den Weg gebrachte Ergänzung den Export von Castoren aus dem stillgelegten Hochtemperaturreaktor Jülich in die USA erlauben könnte, erklärte die Initiative für den sofortigen Atomausstieg (Sofa) am Sonntag.

Bei der Novellierung des Standortauswahlgesetzes, das die Suche nach einem Endlager für langlebige radioaktive Abfälle ermöglicht, solle das Gesetz zwar um ein Exportverbot für Atommüll aus Forschungsreaktoren ergänzt werden, erklärten die Atomkraftgegner. Die Formulierung des Gesetzentwurfs enthalte aber eine „ungenaue Definition von Forschungsreaktoren sowie gravierende Ausnahmen“.

Daher könnte künftig Atommüll aus Jülich und Hamm ins Ausland gebracht werde. Der Entwurf konterkariere die Empfehlung der Endlagerkommission und den rot-grünen Koalitionsvertrag in NRW, der Castor-Exporte aus Jülich ausschließe.

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