Kölnerin Alessandra Alores zur „Miss Deutschland” gewählt

Von: ddp-nrw
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Alessandra Alores ist Miss World Deutschland 2009
Miss World Deutschland 2009 Alessandra Alores aus Nordrhein-Westfalen, die Zweitplatzierte Stefanie Peeck aus Mecklenburg-Vorpommern und die Drittplatzierte Simone Goller aus Bayern posieren nach ihrer Wahl am Samstagabend (05.09.2009) in einer Diskothek in Moers. Alores konnte sich im Finale gegen 15 Konkurrentinnen durchsetzen. Im November wird sie am Finale der Miss World für Deutschland teilnehmen. Foto: dpa

Moers. Wirklich überraschend kam der Sieg für die neue bundesweite Schönheitskönigin nicht. „Ich hatte ein gutes Gefühl”, sagt Alessandra Alores nach ihrer Wahl zur „Miss World Deutschland 2009” am frühen Sonntagmorgen in einer Moerser Großraumdisco und lächelt.

Zwar ist die brünette Kölnerin im weißen Paillettenkleid nach eigenen Angaben bereits hauptberuflich als Model tätig. Dennoch freue die 24-Jährige sich „riesig” über ihren neuen Titel, denn der ermögliche ihr einen Kindheitstraum: Als Siegerin darf sie im November Deutschland bei dem internationalen Schönheitswettbewerb „Miss World” in Johannesburg in Südafrika vertreten.

Nur deswegen sei sie als Model mit Zweitwohnsitz im US-amerikanischen Miami bei der diesjährigen „Miss Deutschland”-Wahl überhaupt angetreten, hatte Alores zuvor in der Garderobe hinter dem Bühnenvorhang betont. Dabei wird es nicht das erste Mal sein, dass sie Deutschland bei einem internationalen Schönheitswettbewerb vertritt.

Bereits 2003 war sie als amtierende „Miss Deutschland” in Panama bei der Wahl zur „Miss Universe” angetreten. Und vorzeitig ausgeschieden. Damals trug sie noch ihren bürgerlichen Namen Alexandra Vodjanikova. Das Modeln sei aber gar nicht ihr Traumberuf, eigentlich will die 24-Jährige nach wie vor unbedingt Schauspielerin werden, wie sie erzählt. Das Modeln habe sie vor einigen Jahren nur angefangen, um sich eine private Schauspielschule zu finanzieren: „Aber der Weg zum Ziel kann ja auch sehr schön sein”, sagt sie.

In München aufgewachsen, wohnt die 24-Jährige mit ukrainischen Wurzeln seit zwei Jahren in Köln. Für die Teilnahme an der „Miss Deutschland”-Wahl hatten sich laut Veranstalter Detlef Tursies insgesamt 1448 junge Frauen im Alter zwischen 17 und 26 Jahren beworben. Sie seien in den Bundesländern durch Vorrunden oder auch nach Bewerbung bei einem Online-Portal ausgewählt worden.

Alores hingegen hatte es nach eigenen Erzählungen einfacher, als „Miss Nordrhein-Westfalen” nominiert zu werden. „Ich habe zufällig gehört, dass der Platz in NRW noch frei war, weil es dort keinen Vorausscheid gab”, erzählt die 24-Jährige. Da sie Tursies noch von früheren Wahlen kannte, räumte er ihr umstandslos den Startplatz ein. Neu ist das Prozedere des rund anderthalbstündigen Schönheitswettbewerbs vor Diskopublikum für die 24-Jährige daher nicht.

Routiniert schreitet Alores im Abendkleid und im Bikini mehrmals über die Bühne und lächelt breit. Sie erntet das eine oder andere anerkennende Pfeifen aus dem Publikum. Punkten bei der Jury kann sie auch bei der Schlagfertigkeitsübung. „Ich wäre lieber weise als schön, denn wahre Schönheit kommt bekanntlich von innen”, sagt sie auf eine entsprechende Frage.

Mit einer ungewöhnlichen Antwort auf die Frage, welchen Politiker sie gerne treffen würde, hatte Alores 2003 Aufmerksamkeit erregt: „Saddam Hussein” hatte die Antwort kurz vor Beginn des Irakkrieges gelautet. Und noch einen Monat vor Beginn der ersten Luftschläge war sie tatsächlich nach Bagdad aufgebrochen. „Meine Erfahrungen aus dem Modeln und den anderen Wettbewerben war heute Abend im Vergleich mit den anderen Mädels wohl eindeutig ein Vorteil”, sagt die frischgekrönte Schönheitskönigin später in der „VIP-Lounge” der Großraumdisco, während dort die Musik ihre Stimme fast übertönt.

Und fügt brav hinzu: „Obwohl die Konkurrenz natürlich hart war.” Nun wolle sie sich jedenfalls erst einmal „ganz doll” auf den Wettbewerb „Miss World” in Südafrika vorbereiten, betont die 24-Jährige. Als Model bei einer Fernseh-Castingshow mitzumachen, komme übrigens für sie nicht in Frage: „Die schreiben den Leuten da vor, wie sie zu sein haben. Das wäre nichts für mich”, sagt Alores und lächelt weiter.
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