Köln - Kölner Stadtarchiv-Einsturz kommt erstmals vor Gericht

Kölner Stadtarchiv-Einsturz kommt erstmals vor Gericht

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Weil es schon vor dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs Hinweise auf Risse im Gebäude gegeben hatte, haben jetzt die ersten Leihgeber gegen die Stadt Köln geklagt. Foto: dpa

Köln. Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs wird erstmals vor Gericht verhandelt. Am 17. November beginnt vor dem Landgericht Köln ein Zivilverfahren von Leihgebern gegen die Stadt Köln.

Einer der Kläger sei der Regisseur Franz-Josef Heumannskämper, sagte am Freitag ein Gerichtssprecher und bestätigte damit einen Bericht des „Kölner Stadt-Anzeiger”.

Heumannskämper argumentiere, dass die Leiterin des Stadtarchivs, Bettina Schmidt-Czaia, schon vor dem Einsturz über Risse im Gebäude geklagt habe. Damit habe sie eine „gewisse Kenntnis der Gefahrenlage” gehabt. Dennoch sei die Stadt untätig geblieben und habe damit ihre Sorgfaltspflicht verletzt.

Nach Informationen des „Stadt-Anzeiger” hatte Heumannskämper dem Archiv den Nachlass des 1995 gestorbenen Baritons William Pearson überlassen. Mehrere andere Leihgeber haben ebenfalls Klagen angekündigt.

Die Stadt Köln wollte zu dem Verfahren am Freitag nicht Stellung nehmen. Die Ermittlungen zur Einsturzursache sind noch nicht abgeschlossen und werden sich auch noch länger hinziehen. Insofern steht noch nicht fest, wer die Verantwortung trägt. Es gilt jedoch als sicher, dass der Einsturz durch Arbeiten zum Ausbau der U-Bahn ausgelöst wurde. 85 Prozent der Archivbestände sind inzwischen geborgen, aber praktisch jedes Stück muss restauriert werden.
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