Kölner Ring bleibt ein Nadelöhr

Von: Berthold Strauch
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Baustelle Glastunnel in Lövenich: Auch das sorgt für Sperrungen und Staus. Foto: B. Strauch

Köln. Auf dem Kölner Autobahnring dürfte es noch eine lange Zeit nur im Schritttempo weitergehen – wenn nicht gar, wie so oft, der gesamte Verkehr zum Stillstand kommt und fast schon Dauerstau herrscht.

Diese kaum erträgliche Situation wirkt sich naturgemäß auch in der Unfallbilanz aus, die die Verantwortlichen des Kölner Polizeipräsidiums jüngst präsentierten.

Denn die Probleme werden nicht nur durch die für Lastwagen über 3,5 Tonnen gesperrte Leverkusener Rheinbrücke massiv zugespitzt. Weitere Überquerungen des Stroms im Bereich der Domstadt machen große Sorgen, wie Polizeipräsident Wolfgang Albers darlegte. Auf dem Deutzer Ring ist die Zufahrt zur Severinsbrücke für Laster über 16 Tonnen verboten. Die Deutzer Brücke ächzt gleichfalls unter der Einschränkung, nicht mehr als 3,5 Tonnen zu vertragen. Die Zoobrücke ist für rollende Schwergewichte über 30 Tonnen tabu, der Tunnel Grenzstraße, durch den die „Stadtautobahn“ zwischen Zoobrücke und dem Autobahnkreuz Köln-Ost führt, soll ab Jahresmitte grundlegend saniert werden – gesperrt in dieser Zeit für Lkw über 7,5 Tonnen und Gefahrguttransporte.

Zudem ist der „Wintergarten“, die Lärmschutzeinhausung im Zuge der A1 bei Köln-Lövenich, gleichfalls für gefährliche Güter gesperrt. Außerdem wird die noch nicht vollendete Glaseindeckung dieses Tunnels aufgebracht – meist nachts, unter Sperrung der betroffenen Fahrbahnen.

Seit Leverkusen für schwere Lkw tabu ist, sank die Zahl der Laster von einst 21 000 täglich auf nur noch 3000. Wer fehl am Platze ist und erwischt wird, muss 70 Euro plus Bearbeitungsgebühren zahlen und kassiert einen Punkt in Flensburg. Die Polizei, so deren Chef Albers, passt akribisch auf, dass ihr niemand durch die Lappen geht.

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