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Kölner Polizei: „Rasante” Entwicklung bei Verdächtigen aus Nordafrika

Von: dpa
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Köln Hauptbahnhof
In der Silvesternacht waren in Köln Frauen von mutmaßlich vor allem nordafrikanischen und arabischen Männergruppen umzingelt, angegriffen und bestohlen worden. Foto: dpa

Köln. Die Kölner Polizei hat zuletzt eine deutlich zunehmende Zahl an Tatverdächtigen aus Nordafrika festgestellt. „Die Entwicklung - gerade im letzten Jahr - war besonders rasant”, sagte der Leiter der Direktion Kriminalität, Norbert Wagner, am Freitag in Köln.

 2014 hätten Nordafrikaner einen Anteil von 8,8 Prozent an allen Tatverdächtigen in Köln gestellt. 2015 seien es deutlich mehr als zehn Prozent gewesen.

Nach Angaben Wagners ging es dabei vor allem um Laden- und Taschendiebstähle sowie Straßenraub. „Da ist es natürlich genau das zentrale Problem für uns, weil dort auch das Gewaltmoment mit dazu kommt”, sagte er. Er wollte seine Äußerungen ausdrücklich unabhängig von den Übergriffen an Silvester verstanden wissen.

In der Silvesternacht waren in Köln Frauen von mutmaßlich vor allem nordafrikanischen und arabischen Männergruppen umzingelt, angegriffen und bestohlen worden. Bis zum Freitag hatte die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben 13 Beschuldigte ermittelt, die alle aus Nordafrika stammen.