Kölner Polizei im Karnevals-Dauereinsatz: „Schlimmer als sonst”

Von: ddp
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Polizei´/ Karneval
Karneval bedeutet für die Polizei viel Arbeit. Foto: ddp

Köln. In den Narrenhochburgen am Rhein musste die Polizei allerdings auch zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Allein in Köln wurden laut einem Polizeisprecher rund 70 Personen wegen Schlägereien, Werfens von Flaschen und Widerstands gegen Einsatzkräfte vorläufig festgenommen. Aufgrund des starken Alkoholkonsums seien die Jecken deutlich früher als in anderen Jahren aggressiv geworden, hieß es.

Bei kaltem, aber zeitweise sonnigem Wetter seien aber auch mehr Kostümierte als im Vorjahr auf den Straßen gewesen.

Insgesamt musste die Kölner Polizei zu rund 500 Einsätzen ausrücken. Die Feuerwehr erhielt etwa 800 Notrufe. Am Donnerstagabend wurde ein 40 Jahre alter Mann in einer Kölner U-Bahn-Haltestelle von einem Bekannten niedergestochen. Hintergrund der Tat war offenbar Eifersucht. Der Täter konnte von Polizeibeamten im Karnevalseinsatz festgenommen werden.

Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, Lebensgefahr bestand nicht. Auch die Düsseldorfer Polizei hatte an Altweiber und in der Nacht zum Freitag alle Hände voll zu tun. „Es war rappelvoll in der Altstadt”, sagte ein Polizeisprecher. Er registrierte im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Steigerung der Zahl der Delikte wie Schlägereien. Eine Bilanz will die Düsseldorfer Polizei im Laufe des Tages bekanntgeben.

Rund um den Düsseldorfer Hauptbahnhof kam es an Weiberfastnacht zu 80 Einsätzen, es wurden 30 Straftaten registriert, darunter zehn Körperverletzungsdelikte. Sieben Personen wurden von der Bundespolizei wegen übermäßigen Alkoholkonsums in Gewahrsam genommen, zudem wurden 30 Platzverweise ausgesprochen. Nach Angaben eines Sprechers lag die Zahl der Einsätze und der Straftaten leicht über der des Vorjahres.

Allerdings sei auch das Reiseaufkommen im Hauptbahnhof höher als im Jahre 2008 gewesen. Die Polizei in der Region Aachen verzeichnete an Weiberfastnacht keine schwerwiegenden Auseinandersetzungen. Allerdings gab es auch hier eine Vielzahl von Schlägereien und Störungen. 21 Jecken mussten von den Beamten aus dem Verkehr gezogen werden.
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