Kölner Oper spielt künftig überall in der Stadt

Von: dpa
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Köln. Die Kölner Oper zieht mit Beginn der nächsten Spielzeit aus ihrem baufälligen Stammsitz aus und vagabundiert dann einige Jahre durch die Stadt.

In der ersten Spielzeit 2010/2011 weicht sie unter anderem auf eines der größten europäischen Filmstudios aus, auf eine alte Maschinenbauhalle und die verlassene Zentrale eines Versicherungskonzerns. „Köln wird beopert”, kündigte der Intendant Uwe Eric Laufenberg am Dienstag an. „Köln wird Oper!”

„Die Zauberflöte” wird in der Universitätsaula zur Aufführung gelangen. „Ich glaube, es ist ein guter Ort - es geht (in der Oper) immerhin um Prüfungen”, meinte Laufenberg. Das MMC-Studio 53, in dem sonst Kino- und Fernsehfilme produziert werden, bietet die maßstabsgerechte Kulisse für Giuseppe Verdis Monumentalwerk „Aida”. Die Sanierung des heruntergekommenen Operngebäudes aus den 50er Jahren soll drei Jahre dauern.

„Der Zustand dieses Hauses, so wie man das hat verkommen lassen”, sei bezeichnend, kritisierte Laufenberg. „Ich habe Stimmen gehört von Verantwortlichen, die haben gesagt: Köln funktioniert immer. Köln ist halt ne schmuddelige Stadt, die braucht gar keine Hochkultur.”

Die Kölner müssten aber endlich begreifen, dass ihre über alles geliebte Stadt in einem harten Wettbewerb mit sehr attraktiven Metropolen stehe und von außen nicht immer als ganz so toll wahrgenommen werde, kritisierte der Intendant, selbst gebürtiger Kölner.

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