Kölner OB Reker hält „Armlänge”-Äußerung für unglücklich

Von: dpa
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Oberbürgermeisterin Henriette Reker
Oberbürgermeisterin Henriette Reker spricht im Rahmen einer Pressekonferenz zu Medienvertretern. Reker äußerte sich zu ihren ersten 100 Tagen im Amt. Foto: Federico Gambarini/dpa

Köln. Die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat ihre „Armlänge”-Äußerung nach den Übergriffen in der Silvesternacht bedauert. „Ich hätte mir im Nachhinein diese unglückliche Aussage mit der Armlänge ersparen können”, sagte sie am Freitag in einer Bilanz zu ihren ersten 100 Tagen im Amt.

Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht hatte Reker auf eine Journalistenfrage hin empfohlen, Frauen könnten zu Fremden besser eine gewisse Distanz einhalten. Dieser Rat trug ihr viel Spott und Kritik ein - in Amsterdam gab es sogar eine Demonstration dagegen.

Jetzt will Reker das Image der Stadt wiederaufpolieren. „Wir sind eine europäische Metropole, wahrscheinlich näher an Paris als an Berlin”, sagte die Oberbürgermeisterin. Für die Imagekampagne wolle sie Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur und aus dem öffentlichen Leben gewinnen. Herausgestellt werden sollten unter anderem die Integrationskraft der Stadt und ihre Lebensfreude.