Kölner Lichter sind in diesem Jahr ein Experiment

Von: Maria Enders
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The same procedure as every year (alles, wie jedes Jahr): Bei den Kölner Lichtern, wie hier 2016, knubbelt es sich vor allem auf der Schäl Sick, der rechten Rheinseite. Foto: dpa
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Sie entern um 20.15 Uhr die Bühne am Tanzbrunnen und spielten die Musik fürs Feuerwerk ein: die „Höhner“. Foto: Thomas Rabsch

Köln. Werner Nolden ist gespannt. Wird das „Kölner Experiment“ gelingen? In der Nacht von Samstag auf Sonntag, gegen Mitternacht, weiß er mehr – wenn alles nach Plan läuft. Werner Nolden veranstaltet am Samstag zum 17. Mal die Kölner Lichter. Köln- und Pyrotechnik-Fans muss man nicht erklären, was die Kölner Lichter sind. Für Neulinge sei erwähnt: Es ist Deutschlands größtes, schönstes, spektakulärstes Höhenfeuerwerk.

Seit 16 Jahren schauen sich das jährlich zwischen 800.000 und eine Million Besucher an den Rheinufern in Köln an. Weitere Millionen sitzen vor dem Fernseher, denn der WDR überträgt das grandiose Spektakel live.

Die Abläufe sind in jedem Jahr gleich. Und doch wird morgen nicht alles wie immer sein. Zum ersten Mal in der Geschichte der Kölner Lichter werden die Zuschauer die Musik zum Höhenwerk liefern.

Deshalb lautet das Motto „Kölner Experiment“. Und das steckt dahinter: Aus insgesamt 1400 Musikvorschlägen hat eine Jury 21 Titel für den Kölner-Lichter-Chor ausgewählt. Song 22 wird – nach kurzer Pause – zum Abschluss ein Überraschungssong sein. Die Lieder fürs „Kölner Experiment“ wurden von Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchören eingesungen. Den instrumentalen Teil spielten die „Höhner“ ein.

Das Medley wird während des Hauptfeuerwerks über die Beschallungstürme an den Rheinufern abgespielt. Das sind große Lautsprecheranlagen. Dazu dürfen – und sollen – die Zuschauer singen. Die Veranstalter hoffen, dass die meisten Lust dazu haben und so „Kölns größte Komposition“ entsteht.

Damit das funktionieren kann, gibt es die Liedtexte als Download im Internet. Der Tipp der Veranstalter: „Laden Sie die Texte vor den Lichtern aufs Smartphone runter.“ Denn am Abend selbst könnte es wegen Überlastung der entsprechenden Internetseiten eng werden. Für Menschen, die lieber Texte auf Papier lesen, gibt es natürlich auch diese Möglichkeit: Liedtexte als PDF runterladen und einen Ausdruck mitnehmen.

Es werden auch Liedtexte während der Veranstaltung verteilt. Stressfreier werden aber sicher Selbstversorger mitsingen können. Rund tausend Mitglieder von Chören werden übrigens garantiert freie Sicht auf das Feuerwerk haben. Sie werden sich neben dem „Cologne Beach Club“ versammeln – als Unterstützung für den großen Lichter-Chor.

Georg Alef wird wieder für das Feuerwerk verantwortlich sein, das er – wie immer – von zwei 120 Meter langen Schiffen abschießt. Die Schiffe liegen zwischen Bastei und Tanzbrunnen in Flussmitte. Um 23.30 Uhr gibt Georg Alef – so der Plan – das Signal zum Start des Höhenfeuerwerks. 30 Minuten lang werden 4,7 Tonnen Pyrotechnik in den Kölner Nachthimmel gejagt. Und 1,3 Tonnen Material werden dann schon für die Begrüßungsfeuerwerke verschossen sein.

Offizieller Veranstaltungsbeginn ist um 14 Uhr. Dann beginnt das Bühnenprogramm im Tanzbrunnen, bei freiem Eintritt. Mit Einbruch der Dunkelheit wird es langsam spannend. Der Schiffskonvoi mit rund 50 Schiffen setzt sich von Süden Richtung Altstadt in Bewegung. Zuvor wird es traditionell das Rennen der Ruderer im Achter geben. Wer keine Tickets für die Tribünen oder ein Schiff mit bester Sicht gekauft hat, sollte spätestens bis 20 Uhr in Köln sein. Ein Tipp: Am linken Rheinufer zwischen Zoobrücke und Bastei sieht man gut und es ist dort weniger voll.

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