Köln - Kölner Karneval: Aushängeschild und Kontaktbörse

Kölner Karneval: Aushängeschild und Kontaktbörse

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Kölner Karneval
Ein Karnevalist, als Clown verkleidet, streckt vor dem Dom in Köln die Zunge raus. Foto: dpa

Köln. Der Kölner Karneval ist eine prima Kontaktbörse, eignet sich für Geschäftsanbahnungen und hat eine hohe Wirtschaftskraft. Das sind zentrale Ergebnisse einer Studie zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des Karnevals in der Domstadt.

Der kölsche Karneval steht demnach für Tradition, ist „das Aushängeschild deutscher Karnevalstradition”, rangiert aber nicht auf einem Bekanntheitsgrad wie Rio de Janeiro.

Die jetzt veröffentlichte Untersuchung hatte das Festkomitee des Kölner Karnevals im Sommer 2008 bei der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG) in Auftrag gegeben.

Die Wirtschaftskraft beträgt demnach rund 460 Millionen Euro im Jahr und lässt vor allem in der Gastronomie sowie in der Kostüm- und Transportbranche die Kassen klingeln. In der Region unterstütze die fünfte Jahreszeit den Erhalt von 5000 Arbeitsplätzen. Für die Untersuchung waren die Umsätze bei Sitzungen, Umzügen und dem Kneipenkarneval analysiert worden.

Mit 20.000 Jecken engagieren sich zwei Prozent der Kölner Bürger im offiziellen Karneval, davon sind 55 Prozent über 50 Jahre alt. Junge Leute sollten deshalb verstärkt begeistert und auch ausländische Bürger ins Boot geholt werden, rät die BCG. Im offiziellen Karneval müssten alte Strukturen gelockert, der Nachwuchs mehr gefördert und die Sitzungen verbessert werden.

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