Kölner Jugendzentrum siegt beim Grand Prix auf jüdisch

Von: epd
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Düsseldorf/Köln. Das Jugendzentrum „Jachad” der jüdischen Gemeinde in Köln hat in der Nacht zum Sonntag in Düsseldorf den diesjährigen bundesweiten Gesangswettbewerb „Jewrovision” gewonnen.

Mit einer Cover-Version von „Abani-Bi” von Izhar Cohen setzten sich die Jugendlichen von „Jachad” (Zusammen) vor gut 700 Gästen gegen neun weitere Gruppen und Bands durch, die aus Bremen, Berlin, Dortmund, Duisburg, Hamburg, Wiesbaden, München und Frankfurt/Main angereist waren.

Die Düsseldorfer Teilnehmer des Jugendzentrums „Kadima” (Vorwärts), die im vergangenen Jahr den Wettbewerb in München gewonnen hatten und deshalb diesmal die Veranstaltung ausrichteten, kamen nur auf den vorletzten Platz. Der 2002 gegründete Wettbewerb ist mit den Jahren das größte Treffen jüdischer Jugendzentren in ganz Deutschland geworden. „Jewrovision” findet seit acht Jahren nach dem Prinzip des Eurovision Song Contest statt.

Die Plätze zwei und drei gingen an das Münchner Jugendzentrum „Neshama” (Seele) und das Jugendzentrum „Atid” (Zukunft) aus Bremen. Auf dem letzten Platz landete das Jugendzentrum „Tikwatejnu” (Unsere Hoffnung) aus Duisburg. Die Sieger des bundesweiten Wettbewerbs werden nun Deutschland bei der europäischen Jewrovision, die unter dem Titel Eurovision von der weltweit organisierten religiös-zionistischen Jugendorganisation Bnei Akiva veranstaltet wird, vertreten.

Die nächtliche Veranstaltung in Düsseldorf ging in der Halle am Wasserturm auf dem Gelände der Böhlerwerke über die Bühne. Im Zusammenhang mit dem Gesangswettbewerb hatte seit Freitag auch ein „Mini-Machane” - ein Ferienlager für Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren stattgefunden.

Der Event stand in diesem Jahr unter dem Motto „Stars of David”. Unzählige Davidsterne zierten Plakate und Wände des vollbesetzten Veranstaltungsraums zwischen Oberkassel und Heerdt. Die Gewinner waren siegesbewusst aus der Domstadt angereist. Auf einem Riesentransparent hieß es „Wir kamen, sangen und siegten”. Auch mehrere Fahnen hatten die jüdischen Jugendlichen von „Jachad” mitgebracht. Sie zeigten einen von zwei Palmenzweigen umrahmten Dafidstern, über dem der Name des Jugendzentrums thronte.

Es war kurz vor drei Uhr am Sonntagmorgen, als die 15-köpfige Jury die Stimmen ausgezählt hatte und der diesjährige Sieger feststand. Die Kölner kamen mit 139 Stimmen auf Platz Eins, knapp dahinter landeten die Münchner mit 132 und die Bremer mit 117 Stimmen auf den Plätzen Zwei und Drei. Die Jugendlichen von „Jachad” werden nun nicht nur beim europaweiten Song-Contest Deutschland vertreten, sondern 2010 den nächsten deutschen Wettbewerb ausrichten.
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