Kölner haben die sonnigsten Gemüter

Von: Michael Stürzenhofecker, dapd
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Düsseldorf. Kölner sehen die Zukunft Deutschlands zuversichtlicher als Menschen in allen anderen Großstädten des Landes.

In Düsseldorf, Dortmund oder Essen werden die Perspektiven des Landes nicht so positiv beurteilt. Das ergab die Zuversichtlichkeitsstudie der Allianz, für die im dritten Quartal rund 2600 Menschen in ganz Deutschland befragt wurden.

Die Macher der Studie, tns infratest und Wissenschaftler der Universität Hohenheim, haben die Zuversicht der Menschen in 14 Großstädten separat erhoben. 43 Prozent der Kölner sagen Deutschland demnach eine rosige Zukunft voraus, mehr als in jeder anderen Stadt. In Dortmund sehen das nur 30 Prozent so (Rang 10), in Düsseldorf 27 Prozent (Rang 12) und in Essen 26 Prozent (Rang 13).

Während in Köln 2011 rund 30 Prozent die Zukunft Deutschlands positiver bewerten als noch im vergangenen Jahr, blickt in Düsseldorf fast jeder Vierte negativer nach vorn.

Mit Blick auf die persönliche Zukunft allerdings verschieben sich die Zahlen: Diese beurteilen 71 Prozent der Essener positiv, das bedeutet Rang zwei im Deutschland-Vergleich hinter Stuttgart. Auf Platz fünf folgt Köln mit 68 Prozent, dahinter Düsseldorf mit 65 Prozent (Rang 8) und Dortmund mit 59 Prozent (Rang 13).

Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim macht die gesunkene Arbeitslosigkeit in Köln für die Zuversicht der Domstädter verantwortlich. Zudem seien mehr Touristen in die Stadt gekommen und die Schildergasse die meistbesuchte Einkaufsmeile geblieben. „Entsprechend positiv ist das Lebensgefühl in der Rheinmetropole”, sagt der Professor für Kommunikationswissenschaft.

Im Vergleich der Bundesländer liegt NRW im Mittelfeld. So erwarten landesweit nur 33 Prozent eine gute Gesamtsituation in Deutschland im kommenden Jahr, 63 Prozent ein gutes Jahr für sich persönlich. Spitzenreiter hier ist Baden-Württemberg, die neuen Bundesländer sehen dagegen schwarz für die Zukunft.

Die Wissenschaftler hatten in der Umfrage einerseits nach allgemeinen Einschätzungen zur Wirtschaftslage in Deutschland, Arbeitsplätzen, Umweltschutz, Bildung und Renten gefragt. Andererseits sollten die Studienteilnehmer ihre eigene Situation bewerten. Dazu gehörten etwa die Kategorien Familie, Partnerschaft, Arbeitsplatzsicherheit, finanzielle Lage, Kranken- und Rentenvorsorge.
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