Kölner Feuerwehr hofft auf neue Spur - Anwohner melden Schäden

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Köln. Eine Woche nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs hoffen die Einsatzkräfte auf eine neue Spur des Vermissten. Der Bereich, in dem am Montag die Geldbörse und die Jacke des 24 Jahre alten Studenten Khalil G. gefunden wurde, sei nun sorgfältig überprüft worden, sagte ein Feuerwehrsprecher am Dienstag.

Deshalb wurde der Radius der Suchaktion wieder vergrößert. Der Einsatz wurde weiter durch Aufräumarbeiten behindert. Noch am Dienstag sollte eine größere Häuserwand aus dem Weg geräumt werden.

Bei den Sucharbeiten waren die Bagger bis auf sechs Meter unter Straßenniveau vorgedrungen. Damit kein Trümmerschutt nachrutscht, wird der Graben vor weiteren Arbeiten abgesichert. Wegen Einsturzgefahr sollte nach Angaben der Stadt am Dienstag ein weiteres Wohnhaus abgerissen werden.

Bereits in der Nacht hatte die Feuerwehr kleinere Gegenstände sowie Kleidung der Bewohner aus den 12 Wohnungen geholt. Möbel habe man nicht retten können, aber das persönliche Hab und Gut der Leute, sagte ein Sprecher.

Derweil häuft sich die Zahl besorgter Anwohner entlang der neuen U-Bahn-Strecke. Einem Bericht des Westdeutschen Rundfunks (WDR) zufolge sollen den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) bisher rund 100 Hinweise auf Schäden an Wohngebäuden vorliegen. Bei den KVB war niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Der Betreiber des Stadthaus-Komplexes im Kölner Zentrum dementierte am Dienstag, dass der Bau wegen unterirdischer Hohlräume einzustürzen drohe. Zwar habe es in den vergangenen Jahren immer wieder kleine Schäden wie Rissbildungen im Putz gegeben. Doch sei der Komplex, in dem auch das Hotel Intercontinental untergebracht ist, nicht gefährdet, sagte der Geschäftsführer des Betreibers, Karl Bartel.

Das Stadthaus befindet sich etwa 750 Meter Luftlinie entfernt von der Unfallstelle in der Severinstraße. Der Betreiber befürchtet nun einen Rückgang der Übernachtungszahlen.
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