Köln - Kölner Archiv-Einsturz: Verdacht auf Baufehler erhärtet

Kölner Archiv-Einsturz: Verdacht auf Baufehler erhärtet

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Köln / Stadtarchiv / Einsturz
Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle in Köln. Foto: dpa

Köln. Im Zusammenhang mit dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln Anfang März 2009 hat sich nach Angaben der Kölner Verkehrs- Betriebe (KVB) der Verdacht auf Baufehler erhärtet.

„Es spricht viel dafür, dass es bauliche Mängel an einer Schlitzwand gegeben hat”, sagte ein KVB-Sprecher am Montagabend in einer Sitzung des Hauptausschusses des Kölner Stadtrates.

Bei neueren Untersuchungen an der Einsturzstelle seien Spuren gefunden worden, die auf eine zu geringe Menge Beton in der stabilisierenden Wand hinwiesen. Das seien „starke Indizien” für die Ursache des Einsturzes.

Einzelheiten könnten aber erst ermittelt werden, wenn Ende des Jahres ein Besichtigungs-Bauwerk errichtet wird. Erst dann können Gutachter in die Einsturzgrube steigen, um die genaue Unglücksursache festzustellen.

Bei dem Einsturz des Gebäudes waren im März 2009 zwei Menschen getötet und tonnenweise Archivalien verschüttet worden. Die Bergungsarbeiten waren aus Sicherheitsgründen mehrere Monate ausgesetzt worden.

Seit Mitte Juni wird an der Einsturzstelle wieder gearbeitet. Es wird vermutet, dass bis zu 15 Prozent der Unterlagen noch im Grundwasser liegen. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der Baugefährdung gegen Unbekannt.

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