Köln: Parkgebühren für Lehrer sind beschlossene Sache

Von: dpa
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Die Stadt Köln bittet Lehrer für Parkplätze auf dem Schulgelände zur Kasse. Der Rat der viertgrößten deutschen Stadt beschloss am Donnerstag zunächst einen Testlauf im Bezirk Porz, anschließend sollen die anderen Stadtteile folgen. Foto: dpa

Köln. Die Stadt Köln bittet Lehrer für Parkplätze auf dem Schulgelände zur Kasse. Der Rat der viertgrößten deutschen Stadt beschloss am Donnerstag zunächst einen Testlauf im Bezirk Porz, anschließend sollen die anderen Stadtteile folgen. Die hochverschuldete Domstadt erhofft sich davon Mehreinnahmen in Höhe von einer Million Euro jährlich.

Die Preise sollen gestaffelt sein und maximal 50 Euro im Monat für einen überdachten Platz betragen, wie Stadtsprecher Gregor Timmer erläuterte.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat den Kölner Vorstoß als „nicht akzeptabel” kritisiert. Sein Hauptargument: Lehrer müssten täglich ihre Arbeitsmaterialien wie zum Beispiel Bücher und Klassenarbeiten von zuhause zur Schule schleppen, weil sie im Schulgebäude keinen separaten Arbeitsbereich wie etwa einen eigenen Schreibtisch hätten - sie ziehen ja meist von Klasse zu Klasse. Deshalb könnten sie nicht einfach auf Bus und Bahn umsteigen.

Stadtsprecherin Inge Schürmann sagte dazu, der Transport von Büchern sei kein gutes Argument. Bei Geschäftsreisenden oder Messebesuchern seien Trolleys inzwischen gang und gäbe, zumal auch Schüler jede Menge zu schleppen hätten und damit zurechtkommen müssten. Außerdem seien die Kölner Schulen alle hervorragend mit Bus und Bahn zu erreichen. Zusätzlich werde die Stadt beim Land erneut Jobtickets für Lehrer anregen.

Die Stadt verweist im übrigen darauf, dass städtische Mitarbeiter schon lange 50 Euro im Monat für einen Parkplatz zahlen müssten. Es gebe keinen Grund für eine Sonderbehandlung der Lehrer, auch wenn sie Landesbeamte seien.

Unter den größeren Städten ist bisher nur von Stuttgart und Bremen bekannt, dass die Lehrer dort fürs Parken an einigen Schulen zahlen. In Duisburg gibt es Pläne. In Stuttgart zahlen die Lehrer schon seit rund 20 Jahren. 60 Euro im Monat muss ein Lehrer dort für einen überdachten Parkplatz in der Innenstadt berappen, 50 Euro für einen nicht überdachten.

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