Köln: Keine Minderjährige zu Käfigkämpfen

Von: dpa
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Köln. Bei den umstrittenen Käfigkämpfen werden nach Protesten nun doch keine Kinder und Jugendliche als Zuschauer zugelassen. Darauf einigten sich die Stadt Köln, der Veranstalter Marek Lieberberg Konzertagentur und die Lanxess-Arena, wie sie am Montag in Köln mitteilten.

Die als brutal geltenden Käfigkämpfe werden seit 1993 in Amerika von der Organisation Ultimate Fighting Championship (UFC) ausgetragen und sollen ihre Deutschland-Premiere am 13. Juni in der Kölner Lanxess-Arena haben. Eine Altersbeschränkung beim Ticketverkauf war zunächst nicht vorhergesehen, wogegen sich aber Widerstand formiert hatte.

Die Kölner Jugenddezernentin Agnes Klein betonte, eine Zulassungsbeschränkung sei dringend geboten. Jugendschützer kritisieren die Kampfdarstellungen und einen verrohenden Einfluss auf Kinder und Jugendliche. Die Veranstalter sagten dagegen am Montag, sie sähen keine Nachahmungsgefahr. Die Fakten sprächen gegen eine derartige Gefahr.

„Die Diskussion wurde von Politikern geführt, die sich nicht damit beschäftigt haben. Es wurden alle Genehmigungen eingeholt. Wir haben nichts ausgelassen”, betonte Marek Lieberberg. Für die Veranstaltung am 13. Juni seien bisher 7000 Karten verkauft worden. „Die bisher verkauften Tickets an Jugendliche können zurück gegeben werden.”

Die „Freefight”-Kämpfe galten lange als besonders brutal und waren verboten. Die UFC-Organisation hatte 2001 ein Regelwerk verabschiedet, das die illegalen Kämpfe aus Hinterhöfen und Kellern herausholte und im amerikanischen Sport etablierte. Bei den Kämpfen prügeln jeweils zwei Kontrahenten ohne jegliche Schutzkleidung in einem Stahlkäfig aufeinander ein. Die Wurzeln der Käfigkämpfe liegen im Allkampf der Olympischen Spiele der Antike.

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